DAX: Steht uns wieder ein Panic Monday bevor?
ETX Capital: Der DAX30-Index befindet sich aus charttechnischer Sicht tief in Bärenterritorium. Wie im Tageschart zu erkennen ist, verläuft die nächste nennenswerte charttechnische Unterstützung erst wieder bei 8.355 Punkten. Der VDAX-Index, das Nervositätsbarometer für den deutschen Leitindex, hat zuletzt die lokalen Hochs bei 30 Prozent nach oben durchstoßen. Kein gutes Zeichnen für Investoren, denn der momentane VDAX-Stand bei 32,55 Prozent deutet darauf hin, dass die Volatilität hoch bleiben könnte und weitere erratische Kursverluste möglich sind.
Es könnte also nächsten Montag spannend werden, ob die Investoren und Trader bei deutschen Standardtiteln zugreifen und eine stärkere Kurserholung einleiten können, oder ob es eine Neuauflage des „Panic Monday“ von dieser Woche gibt. Nach oben könnte aus charttechnischer Sicht erst wieder nachhaltig Potential generiert werden, wenn der DAX30-Kurs über die Marke von 9.300 Punkten läuft. Hier befindet sich ein wichtiger charttechnischer Widerstand und erst wenn diese Marke überschritten werden kann, dann könnte auch wieder von einer charttechnischen Stärke des DAX30 gesprochen werden. Bevor der DAX30-Index diese Marke aber nicht nach oben durchbrechen kann, solange könnte befürchtet werden, dass Kurserholungen nur kurze Bärenmarktrallyes sind, in einem intakten Bärenmarkt.
Ein mögliches Fazit könnte sein, dass für diejenigen, die nicht kurzfristig orientiert sind, die Zeit noch nicht reif sein könnte, um die tiefen Kurse für Neueinstiege zu nutzen. Sollte der DAX30 weiter fallen, dann könnte an der Marke bei 8.355 Punkten darüber nachgedacht werden, ins fallende Messer zu greifen. Denn der deutsche Leitindex träfe in diesem Bereich auf eine wichtige charttechnische Unterstützung. Auf der anderen Seite wäre ein Ausbruch über 9.300 Punkte ein Zeichen von charttechnischer Stärke. In diesem Fall wäre aus charttechnischer Sicht weiteres Potential bis 9.900 Punkte vorhanden, denn hier verläuft die nächste charttechnische Widerstandlinie.
Von Oliver Bossmann
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