Euro und europäische Börsen hart vom europäischen politischen Risiko getroffen

London Capital Group: Die europäischen Börsen und der Euro laufen Gefahr, weitere Verluste einzufahren, da die politische Instabilität in zwei der größten Wirtschaften der Eurozone für Unruhe an den Märkten sorgte. Die Tatsache, dass der italienische Präsident eine Koalition der beiden populistischen euroskeptischen Parteien verhindert hat und ein mögliches Misstrauensvotum in Spanien bereits am Freitag, haben den Euro gegenüber dem Dollar auf fast ein Siebenmonatstief einbrechen lassen.

Auch wenn die Tatsache, dass der italienische Präsident Sergio Mattarella gegen die die anti-europäische Wahl von MoVimento 5 Stelle und Lega Nord, Finanzminister Paolo Savona, ein Veto einlegte, kurzfristig für den Euro gut sein könnte, freuten sich die Eurohändler bereits auf möglicherweise neue Wahlen im Herbst.

Das wahrscheinlichste Ergebnis ist mehr Anhänger für die euroskeptischen, populistischen Parteien, die dieses Mal keine Regierung bilden konnte.Kurz gesagt: Schlechte Nachrichten für den Euro.

In Spanien rutschte der IBEX auf ein Einmonatstief, da die Anleger sich auf die politische Unsicherheit vor dem zweiten Misstrauensvotum in weniger als einem Jahr konzentrieren. Wir erwarten weder beim IBEX noch beim Euro keine starke Erholung, solange es nicht mehr Sicherheit über die Position von Ministerpräsident Rajoy am Freitag gibt.

Rajoy hat bereits ein Misstrauensvotum überstanden, es besteht die Möglichkeit, dass er das wieder tut, wenn die Märkte auch Anzeichen zeigen, dass das Vertrauen nachlässt, nachdem es dutzende Verurteilungen wegen Korruption für Menschen gab, die sehr eng mit seiner Partei verbunden sind.

 


 

Das Hauptproblem für die Anleger ist, dass es sich bei Italien und Spanien um zwei der größten und wichtigsten Wirtschaften der Eurozone handelt.Die Eurohändler wissen, dass vor allem der mögliche Streit in Italien, aber auch dieses spanische Problem den Streit in den Schatten stellt, der nach der griechischen Schuldensage hätte aufkommen können, weshalb der Euro sehr unbeliebt geworden und über Nacht weiter gefallen ist.Mit anstehenden möglichen Wahlen sowohl in Spanien als auch in Italien scheint ein Sommer mit hoher Volatilität fast gemachte Sache.


Dollar vor einer geschäftigen Woche König

Die Dollar-Stärke trägt wenig dazu bei, das Problem des fallenden Euros zu mindern.
Während die USA aufgrund eines langen Wochenendes am Montag noch geschlossen waren, kommt der Wirtschaftskalender recht schnell in Gange: jeden Tag werden wichtige Zahlen veröffentlicht und den Höhepunkt bilden dann am Freitag die NFP.

Die Marktteilnehmer werden die Daten genau verfolgen, beginnend mit dem Verbrauchervertrauen heute, um hier die Zinserhöhung im Juni bestätigt zu bekommen, die bereits zu 87,5% eingepreist ist. Das Verbrauchervertrauen dürfte leicht zurückgegangen sein, was an den jüngsten geopolitischen Spannungen und möglichen Handelskriegen liegt; es bleibt jedoch nah an seinen Fünfjahreshochs.

Öl durchwachsen, da es unwahrscheinlich ist, dass bei der Juni-Sitzung eine Lockerung der Produktionssenkungen vereinbart wird
Die Ölpreise waren über Nacht gemischt, nachdem sie in der Vorsitzung weitere 1,4% eingebrochen waren, und somit die Verluste von 2,6% aus der Vorwoche weiter ausweiteten.

Bedenken, dass Russland und die OPEC kurz davor stehen könnten, die aktuellen Angebotskürzungen zu lockern, haben das Öl schnell von einen Vierjahreshochs fallen lassen; es wird jedoch vermutet, dass es bei der OPEC-Sitzung am Juni zu keiner Einigung kommen wird, was die Ölpreise weiter auf 75 USD pro Barrel hält.

 

 

 

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