Europa dürfte der Wall Street trotz russischer Cyber-Angriffen nachziehen – Netflix beeindruckt

London Capital Group: Der Handel in Asien war über Nacht durchwachsen, auch wenn die Wall Street eine solide Performance zeigte, da die Ängste vor geopolitischen Spannungen nachließen und die Anleger sich auf das konzentrierten, was eine tolle Berichtssaison zu werden verspricht. Nachdem der Dow an seinem gleitenden 50-Tagesdurchschnitt bei 24.623 scheiterte, schloss er über 200 Punkte höher bei 24.573. Der S&P schloss 0,8% höher und blieb nur 2 Punkte hinter seinem gleitenden 50-Tagesdurchschnitt zurück, ein Wert, mit dem er seit Mitte März spielt.

Auch der Nasdaq zog um 0,7% an.

Netflix beeindruckt
Netflix berichtete nach Börsenschluss und legte im nachbörslichen Handel mehr als 6% zu, nachdem das Unternehmen bekannt gegeben hatte, dass die Zahl der Abonnenten 125 Millionen erreicht habe, deutlich über den Schätzungen der Analysten, da das Unternehmen nun die Vorteile seiner aggressiven internationalen Expansion sieht. Die Erwartungen waren vor der Veröffentlichung hoch, aber Netflix stolperte da, wo andere Technologiefirmen ins Straucheln kamen, nicht – und das inmitten erhöhter regulatorischer Bedenken und der Tatsache, dass die Aktie im letzten Jahr 60% zugelegt hat.

Chinesisches BIP bei 6,8%
Die chinesische Wirtschaft legte im ersten Quartal 6,8% zu, das ist deutlich mehr als das Ziel der Regierung und das trotz Bedenken, dass das Wachstum deutlich fallen dürfte. Die Marktreaktion war nicht besonders euphorisch, was wie wir denken daran liegt, dass sich die chinesische Wirtschaft im kommenden Jahr deutlichen Belastungen ausgesetzt sieht; ein möglicher Handelskrieg mit den USA und Bemühungen der Regierung, übermäßige Schulden und Immobilienpreise zu beschränken. Die Metallpreise folgen der Veröffentlichung genau, weshalb wir hier zur Eröffnung an der FTSE einen soliden Start erwarten dürften


Russische Cyber-Angriffe
Europa folgt der Vorgabe aus den USA und die europäischen Börsen deuten auf einen starken Start hin; das liegt daran, dass die Anleger mit den Nachrichten über eine möglichen militärischen Cyber-Angriff Russlands auf Millionen von Haushalten und Unternehmen in den USA und im Vereinigten Königreich aktuell spielend fertig werden. Diese Schlagzeile wird weiter genau verfolgt werden, da sie das Potenzial hat, die Aktien stark zu belasten.

GBPUSD auf 1,45 USD?
Das Pfund erreichte über Nacht 1,435 USD, sein höchster Wert seit dem Brexit-Referendum, was daran liegt, dass man bei der nächsten MPC-Sitzung im Mai eine restriktivere BoE erwartet. Die Händler warten optimistisch auf die heute veröffentlichten britischen Stellendaten, wobei davon ausgegangen wird, dass diese eine Zinserhöhung der Zentralbank im Frühjahr unterstützen dürften. Während die britische Arbeitslosigkeit konstant bei 4,3% bleiben dürfte, dürften die Durchschnittsgewinne in den drei Monaten bis Februar 3% erreichen.

Da die Inflation im Februar bei 2,7% lag, könnten wir endlich sehen, dass der Druck fallender Löhne für den britischen Verbraucher real gesehen nachlassen dürfte. Eine starke Zahl könnte den Druck auf die BoE verstärken, die Zinsen zu erhöhen, da der Inflationsdruck steigt, was den GBPUSD möglicherweise auf 1,45 USD bringen könnte.

Hinweis: Die hierin zur Verfügung gestellten Informationen und Kommentare stellen in keiner Weise ein Angebot oder eine Aufforderung zur Tätigung von Investitionen dar und sind nicht als Anlageberatung zu verstehen. Die bereitgestellten Informationen werden zum Zeitpunkt der Generierung der Daten als richtig erachtet. Verluste können Einlagen überschreiten.

 

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