EURUSD Analyse – Alles kann, nichts muss

RoboForex: Das Währungspaar EUR/USD  hat durch die EZB-Entscheidung am Donnerstag zwar starke Ausschläge in beide Richtungen hinnehmen müssen, aber die übergeordnete Ausgangslage bleibt aus charttechnischer Sicht völlig offen. Der nächste wichtige Termin wird die Sitzung des FED am kommenden Mittwoch dem 16. März sein. Hier könnte erneut Bewegung in das Währungspaar EUR/USD kommen.


Marktsituation EUR/USD

Eine klare Richtung für den EUR/USD lässt sich anhand des Tagescharts aktuell nicht ableiten. Auf der Ober- und Unterseite gibt es mehrere Unterstützungs- und Widerstandsbereiche, die es zunächst zu überwinden bzw. durchbrechen gilt. Aus charttechnischer Sicht ergibt sich somit eine 50:50 Chance für Long- oder Shortchancen. Da es an einem klaren Bild mangelt, sollte man sich im EUR/USD auf einen sehr kurzfristigen Handel beschränken, insbesondere mit der Leitzins-Entscheidung des FED am Mittwoch im Hinterkopf. Hier könnte sich durch Äußerungen von Janet Yellen zur weiteren Zinspolitik in den USA eventuell eine Handelsrichtung abzeichnen. Vorher sollten sich eine defensive Ausrichtung und eine Beschränkung auf den kurzfristigen Handel auszahlen.

Chart

Indikativ lässt sich allerdings hervorheben, dass der EUR trotz der Maßnahmen der EZB nicht an Wert gegenüber dem USD verloren hat. Dies spricht dafür, dass im derzeitigen Kurs schon einiges im Vorfeld eingepreist worden ist und die EZB trotz des weitreichenden Maßnahmenpakets nicht in der Lage ist, den Euro weiter abzuwerten. Sollte sich Janet Yellen am Mittwoch zudem zurückhaltend äußern ist eher von weiterer Stärke des Euros in den kommenden Handelswochen auszugehen. Das wäre die logische Konsequenz. Nur ist der Markt leider nicht immer logisch.

Unterstützungen und Widerstände:

Chart

Ausblick für das Währungspaar EUR/USD:

Im kurzfristigen Bereich sehen wir die umgekehrte Bewegung zum Verlauf des DAX. Nachdem der Markt kurz in die Shortrichtung angetäuscht hat, ging es ziemlich steil nach oben. Wer hier falsch positioniert war, ist vom Markt ziemlich gnadenlos abgestraft worden.

Chart

Diese Aufwärtsbewegung korrigierte am Freitag in Form einer bullishen Flagge. Die Formation hat nach wie vor Bestand und bietet zumindest eine kleine Orientierungshilfe nach dem EZB-Chaos am Donnerstag. Für den kurzfristigen Bereich ergeben sich, unter Zuhilfenahme der Erwartungen an die Sitzung des FED am Mittwoch (siehe oben), drei Longszenarien:

Der bullishe Ausbruch aus der Flaggenformation und das triggern des Wochenhochs bei 1.1217 Eine Korrekturbewegung innerhalb der Flaggenformation an die untere Begrenzung bei ca. 1.1060 (Anzeichen für Umkehr vorausgesetzt) Eine Korrektur bis an die Marke bei 1.0948 und eine dortige Wiederaufnahme der Aufwärtsbewegung.
 

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