Handelskrieg zwischen den USA und China belastet weiter die Stimmung

London Capital Group: Die asiatischen Märkte starteten auf dem Hinterfuß in die neue Woche, und die Future-Märkte weltweit machten es ihnen nach. Eine Intensivierung der Vergeltungsmaßnahmen führt dazu, dass dem Markt ein kalter Schauer dem Rücken hinunterläuft.

Niedrigere Energiepreise dürften hingegen die wichtigen Ölwerte fallen lassen.

Eine Öl-Rallye von 3,4% verhalf dem FTSE 100 dazu, am Freitag 1,2% höher zu schließen. Der Rückgang des Ölpreises zur Marktöffnung am Sonntag dürfte den Aktienindex belasten. Die Händler preisen den von der OPEC und der Gruppe am Freitag in Wien vereinbarten Produktionsanstieg ein.

Da die Händler davon ausgegangen sind, dass das Ölkartell vereinbaren wird, die Produktion um weniger als 1 Mio. Barrel pro Tag anzukurbeln, war klar, dass sich der Ölpreis erholt, wenn man sich überhaupt irgendwie einigen kann.

Als jedoch die Erhöhung um 1,8 Mio. Barrel pro Tag bestätigt wurde, fiel der Ölpreis.

Vor dem Meeting waren die Erwartungen hoch, dass man sich einigen würde, die Ölproduktion anzuheben, wobei Zahlen von 600.000 bis 800.000 genannt wurden. Die Realität ist, dass 1,8 Millionen Barrel pro Tag deutlich mehr sind als die Märkte erwartet haben, was den starken Abverkauf des Öls zum Handelsbeginn der neuen Woche erklärt.

Man geht davon aus, dass diese Erhöhung nun dazu führen wird, dass wir wieder ein Überangebot haben, nachdem bisher ein Minus von -0,2 Mio. Barrel pro Tag bestand.

Sowohl das Brent- als auch das WTI-Öl sind gefallen, auch wenn das Brent mit -1,3% deutlich stärker eingebrochen ist, während das WTI in der asiatischen Sitzung -0,6% einbüßte.

 

 


 

 

May unter Druck, die No Deal-Brexitpläne zu beschleunigen
Mit dem am Donnerstag startenden EU-Gipfel gerät der Brexit erneut in den Fokus. In der letzten Woche feierten die Händler Theresa Mays Sieg gegen die Torys, was verhinderte, dass die MPs eine entscheidende Stimme haben, sollte es keinen Deal hinsichtlich des Brexits geben.

An diesem Wochenende haben die Brexiteers den Druck auf Theresa May erhöht, einen Plan zu haben, sollte es keinen Deal geben. Der Fortschritt für den Brexit-Deal ist bisher alarmierend langsam und da die Zeit läuft, sehen die Brexiteers dies als einzige Möglichkeit, eine gute Trennung von Brüssel sicherzustellen.

Jegliche Hinweise auf einen härteren Brexit dürften die Nachfrage nach dem Pfund belasten, vor allem aufgrund der fehlenden wichtigen Wirtschaftsdaten bis später diese Woche, wodurch möglicherweise die 1,31 USD ins Blickfeld geraten könnten.

 

Eine neue Woche, neue Maßnahmen beim US-amerikanisch-chinesischen Handelskrieg
Die Märkte taten Trumps Vergeltungsmaßnahmen am Freitag ab, der mit Zöllen auf EU-Fahrzeuge in Höhe von 20% drohte. In der jüngsten Eskalation des Handelskriegs hat sich Trump entschieden, auf die chinesischen Investitionen abzuzielen.

Eine Reihe an Entwürfen für Beschränkungen für eingehende chinesische Investitionen werden später diese Woche veröffentlicht, eine Maßnahme, die hohe langfristige Auswirkungen auf die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den USA und China haben könnte. Wieder einmal bleiben die Details recht ungenau, und das Ausmaß der Maßnahme wird noch erörtert.

Es ist nun recht schwer, von der Tatsache abzugehen, dass keine Seite beabsichtigt, bei diesem Spiel nachzugeben.

 

 

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