flatex-markets: Gold und Silber – Ausbruch oder Bullenfalle?

Ist das der Ausbruch? Gestern hatten wir darauf hingewiesen, dass sich bei Silber und Gold etwas zusammenbraut. Die Bewegungen waren speziell bei Silber sehr auffällig nach einer monatelangen Seitwärtsphase. Nun kommt noch mehr Dynamik herein. Gold liegt heute früh mit 1639 Dollar schon über seiner Widerstandslinie von rund 1630 Dollar, Silber kostet mit 29,39 Dollar auch wesentlich mehr als noch vor einer Woche. Aber: Gerade Silber muss noch das Zwischenhoch von Anfang Juni bei 29,50 Dollar hinter sich lassen. Die Bären haben also noch nicht aufgegeben.

 

Das gilt offenbar auch für den DAX, denn 7100 Punkte waren gestern ein zu großer Schluck aus der Pulle. Heute früh liegt der Index im Minus nachdem auch beim Dow 68 Minuspunkte zu sehen waren. Titel wie Deutsche Bank, Thyssen, Infineon oder Lufthansa, am Dienstag allesamt gesucht, könnten heute etwas leiden. Denn wenn am Markt etwas gespielt wird, ist es im Moment Zyklik. Unbeeindruckt nach oben geht es am Ölmarkt. Die Bewegung könnte sich sogar noch verstärken, je nachdem welche Reaktionen aus Syrien oder den USA in den nächsten Tagen kommen. Mit 96,72 und 114,40 Dollar liegt der Spread nach wie vor bei 18 US-Dollar. Manche Experten gehen aber davon aus, dass WTI bald aufholen könnte. Gerüchten zufolge soll sich die Pipeline-Situation und damit die Lagersituation ebenfalls bis Anfang 2013 verbessern.

 

Verbessern müsste sich auch dringend die Lage bei Dell. Denn dem PC-Produzenten laufen die Kunden in Scharen davon. Der Umsatz ging im Q.2 um acht, der Gewinn um 18 Prozent zurück. Nachbörslich ging es gestern Abend vier Prozent in den Keller. Auf der Konjunkturseite sind heute Häuserdaten dran: Um 13 Uhr steht der MBA-Hypothekenindex an, danach gibt es um 16 Uhr die Verkäufe bestehender Häuser, erwartet mit 4,55 Millionen. Um halb fünf kommt der Ölmarktbericht der Woche und um 20 Uhr heißt es dann festhalten: Das FOMC-Sitzungsprotokoll zur letzten Fed-Sitzung steht an. Vermutlich wird der Markt es nach Hinweisen auf QE.3 sezieren und vermutlich genauso erfolglos bei der Suche sein. Denn die Daten in den USA sind zu gut und die Aktienmärkte viel zu hoch, als dass Ben Bernanke bald agieren müsste. Sein Pulver wird er sich für schlechte Zeiten aufbewahren und genau dies könnte in den kommenden Wochen die Hoffnung der Bären sein. Denn ohne frisches Geld wird die Rally womöglich irgendwann doch abrupt enden. Der CeFDex-Sentimentindex zeigt übrigens ein klares Minus beim Deutschland 30, man ist skeptisch.

 

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