Geopolitik dominiert Woche mit geringen Wirtschaftsmeldungen

London Capital Group: Der Handelsoptimismus und eine eher gemäßigte Fed ließen den Dow und den S&P am Freitag mit höheren Schlussnotierungen aus dem Handel gehen. Bemerkenswerterweise konnte die Nasdaq nicht mit einem positiven Abschluss glänzen, da das Bestreben der Händler, in Wachstumswerte zu investieren, deutlich nachlässt – ein untrügliches Zeichen für eine schwächere Stimmung.

Obwohl die Äußerungen von Trump am Freitag über die Fortschritte bei den Handelsspannungen mit China optimistisch stimmten, zeigten die widersprüchlichen Äußerungen von Mike Pence am Wochenende bei einem APEC-Meeting, dass Fortschritte immer noch unwahrscheinlich sind. Die asiatischen Märkte handelten über Nacht etwas höher, was auf den vorsichtigeren Ton der Fed in Bezug auf die Weltwirtschaft zurückzuführen ist, während die Konflikte anhalten.

In dieser Woche sieht der Wirtschaftskalender kaum Veröffentlichungen vor. Dies bedeutet, dass die Händler nicht darum herum kommen, ihre volle Aufmerksamkeit den geopolitischen Entwicklungen rund um den Handel und dem Brexit zu widmen.

 


 

Kein Wegkommen vom Brexit
Zu Beginn der neuen Handelswoche gibt es kein Entkommen von dem Brexit. Der Brexit wird in den Köpfen der Händler sein, die darauf warten, ob die magische Zahl von 48 Briefen bei Sir Graham Brady eingegangen ist. Der Ausschussvorsitzende von 1922 bestätigte, dass die Zahl am Sonntag noch nicht erreicht wurde.

Dies war keine Unterstützung für das Pfund, das zu Beginn der neuen Woche wieder niedriger notierte. 1,28 USD rücken als kurzfristiges Ziel wieder in den Fokus.

Nach dem Rücktritt von Brexit-Sekretär Dominic Raab (neben anderen Ministern) kämpft Theresa May weiterhin um ihr politisches Überleben. Dominic Raab hatte die Regierung wegen Meinungsverschiedenheiten über den Brexit-Vertrag von Theresa May mit der EU verlassen. Was in dieser Woche passieren wird, kann nur vermutet werden. Doch sicher ist, dass dies eine entscheidende Woche für Theresa May und den Brexit ist, was bedeutet, dass es auch eine entscheidende Woche für das Pfund ist.

Wir gehen davon aus, dass uns die Volatilität im Pfund auf einem erhöhten Niveau erhalten bleibt, insbesondere wenn es zu einem Misstrauensvotum kommt.

 


 

Wie kann ein Misstrauensvotum das Pfund beeinflussen?
Im Falle eines Misstrauensantrags gibt es zwei mögliche Ergebnisse. Das eine könnte sein, dass Theresa May gewinnt. Dies wäre das bevorzugte Ergebnis für das Pfund und würde das Sterling beflügeln. Wir gehen jedoch davon aus, dass die allfälligen Pfundgewinne begrenzt sein werden und das Pfund weiterhin unter Druck bleiben wird.

Theresa May wird noch immer vor der übergroßen Herausforderung stehen, den Brexit-Deal durch das Parlament zu bringen, eine Aufgabe, die viele politische Analysten aus heutiger Sicht für mathematisch unmöglich halten.

Das zweite mögliche Ergebnis ist, dass Theresa May den Misstrauensantrag verliert. Wir halten dieses Ergebnis für weniger wahrscheinlich. Sollte Theresa das Misstrauensvotum verlieren, wird das Pfund stark fallen und 1,25 USD anvisieren, da die Chancen, dass es eine Zustimmung zum Brexit-Deal gibt, drastisch sinken werden.

Theresa May wies bereits an diesem Wochenende darauf hin, das ein Führungsstreit die Konservativen von der Aufgabe ablenken wird, einen guten Brexit-Deal zu erzielen.

 


 

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