Globale Rallye braucht frischen Schwung

London Capital GroupNach einem kurzen Abtauchen zum Handelsstart kletterte die Wall Street höher und ging die fünfte Sitzung in Folge mit positiven Notierungen aus dem Markt. Nach einem trostlosen Dezember haben die Aktien die längste Gewinnerserie seit vier Monaten hingelegt. Eine eher gemäßigte Fed und Optimismus über die Handelsgespräche haben die Risikobereitschaft erhöht. Es mehren sich nun jedoch die Anzeichen, dass die fünftägige Rallye an der Wall Street zu ermüden beginnt.

Die asiatischen Märkte übernahmen die guten Vorgaben von den USA und waren freundlich, wobei sie ein Einmonatshoch erreichten. Wie schon an der Wall Street machten sich auch hier Ermüdungserscheinungen bemerkbar, da die Investoren zunehmen in Frage stellen, ob den USA und China ein Handelsabschluss gelingt und sie die laufenden IP-Fragen lösen können.

Die Stimmung hat sich allerdings deutlich verbessert, und der Optimismus über die Handelsgespräche hat im Laufe der Woche dazu beigetragen, die Risikobereitschaft zu erhöhen. Die Händler sind sich jedoch sehr wohl bewusst, dass es zwischen den USA und China noch keine konkreten Ergebnisse gibt. Die Realität ist, dass beide Seiten zwar hart an einem Deal arbeiten, aber noch viel ungelöst ist.

Jeder Deal im Moment müsste extrem weitreichend sein. Der Markt will mehr sehen, weshalb die Rallye schnell stoppen könnte.

 


 

Dollar fällt nach gemäßigten Äußerungen von Powell
Der Dollar blieb über Nacht in der Defensive, da die Händler weiterhin die gemäßigten Kommentare von Fed-Chef Powell verarbeiten. Noch im letzten Monat ging die Fed von zwei bis drei Zinserhöhungen im Jahr 2019 aus, doch jetzt gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass sie stattdessen den Erhöhungszyklus aussetzen könnte.

Der Fed-Vorsitzende Powell bekräftigte am Donnerstagabend die flexible Haltung der Fed, zumal die weichere Inflation es ihr ermöglicht, einen abwartenden Ansatz zu verfolgen.

Ziehen die US-CPI-Zahlen den Dollar nach unten?
Die Veröffentlichung der US-Inflationszahlen im Laufe des Tages könnte dem Markt weitere Beweise für die Haltung Powells liefern. Die Inflationsrate lag im November bei 2,2%, sie dürfte gegenüber dem Vorjahr auf 1,9% gesunken sein. Auf Monatsbasis dürfte die Inflation um -0,1% zurückgegangen sein. Eine Veröffentlichung auf diesem Niveau oder schwächer wäre Musik in den Ohren der Dollarbären.

Angesichts der Aussicht auf niedrige Fremdkapitalkosten könnten die US-Aktien weiter zulegen.

Der stellvertretende Vorsitzende der Fed, Clarida, glaubt sogar, dass die Fremdkapitalkosten auch weiter fallen könnten.

 


 

Richard Clarida bekräftigte die Nachricht der Fed, Geduld zu zeigen. Und er fügte hinzu, dass die Fed bereit sei, bei Bedarf Maßnahmen zu ergreifen, um die US-Wirtschaft vor den globalen Gegenwinden zu schützen. Die Änderung der Haltung der Fed hat sich wohl ziemlich abrupt vollzogen, und der Ausverkauf des Dollars ist ein Beispiel dafür.

Der Dollar handelt gegenüber einem Währungskorb rund 2% tiefer als noch im Dezember.

 

 

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