Handelskriege, Zentralbanken und Gewinnberichte – keine Anzeichen einer Sommerflaute

London Capital Group: Es wäre keine Untertreibung, wenn man sagen würde, dass es nicht einen kontinuierlichen Fluss von Markt bewegenden Ereignissen gebe. Es gibt Daten aus allen Richtungen: viele und wichtige Unternehmensnachrichten von beiden Seiten des Atlantiks, drei Zentralbanksitzungen diese Woche mit der BoE als nächster und dann weitere Spannungen, die einen Handelskrieg entfalten können. Bei so vielen beeinflussenden Faktoren ist es alles andere als einfach ein klares Bild zu zeichnen.

Aus heutiger Sicht sieht also eine Sommerflaute noch weit entfernt aus, wenn sie überhaupt kommt.

 

Keine Überraschungen von der Fed
Über Nacht hielt die Fed, wie erwartet, die Zinsen auf Eis. Die Erwartung gingen von einem leicht restriktiveren Ton in ihrer Erklärung aus und genau das passierte auch. Keine Überraschungen oder Äußerungen über eine starke Wirtschaft haben auf eine Zinsanhebung im September hingedeutet. Eine zweite Anhebung vor Jahresende wird mit 64% eingepreist.

Nach der bullischen Einschätzung der Fed für die Wirtschaft blieben die zehnjährigen Renditen bei 3% und der Dollar-Index schloss um 0,2% höher.

 

 


 

 

Handelskrieg legt einen Zacken zu
Die Ankündigung aus dem Weißen Haus, dass Trump für chinesische Importe im Wert von 200 Millionen Dollar eine Erhöhung der Zölle auf 25% erwägt, dämpfte die Stimmung recht ordentlich und schränkte auch die Bewegungen der Fed ein. Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Handelsspannungen eher eskalieren als nachlassen.

Der Dow und der S&P gingen aufgrund der gedrückten Stimmung mit Abschlägen aus dem Markt; der Nasdaq schloss jedoch um 0,5% höher, nachdem Apple um 5% zulegen konnte, wodurch der gesamte Sektor beflügelt wurde, nachdem er zuletzt Einbrüche bei einigen Tech-Schwergewichten gesehen hatte.

 

Nachdem sich die Befürchtungen bestätigen, dass Trumps Handelskrieg mit China gerade erst beginnt, nehmen die Investoren das Risiko wieder vom Tisch. So baden die asiatischen Märkte in einem Meer von roten Notierungen und auch die europäischen Börsen deuten auf eine schwächere Eröffnung hin. Auch der Yen als sicherer Hafen ist wieder gesucht, da Handelsängste die Divergenzen der Zentralbanken überschatten.

 

Pfund sinkt vor BoE-Entscheidung
Das Pfund Sterling fiel über Nacht zurück, da die Anleger auf die geldpolitische Entscheidung der BoE am späten Vormittag warten. Eine Zinserhöhung um 25 bps auf 0,75% wird allgemein erwartet, womit die Zinsen zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder über 0,5% steigen werden. Obwohl die Märkte den Zinsschritt nahezu vollständig einpreisen, wird man bei der Abstimmung auf das Stimmenverhältnis achten und auch den Ausblick genau unter die Lupe nehmen.

Eine knappe Abstimmung und ein gemäßigter Carney könnte das Pfund durch die Auffanglinie bei 1,3090 USD in Richtung 1,3045 USD schicken. Hingegen könnte ein überzeugenderes Abstimmungsverhältnis das Pfund in Richtung 1,32 USD marschieren lassen.

Doch ob eine solche Rallye nachhaltig sein wird, hängt von den PMI-Zahlen am Freitag und den Brexit-Schlagzeilen ab.

 

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