Lebhafte Marktreaktion auf die Zölle

LCG Broker: Die Märkte starteten im Allgemeinen auf dem Vorderfuß in die neue Woche, nachdem die Sitzung an der Wall Street am Freitag positiv geschlossen hatte; eine Rallye war nicht unbedingt zu erwarten.

Die US-Indizes stiegen zum Ende der letzten Woche, obwohl sie durch den Handelskrieg unter Beschuss standen, da die US-Handelszölle auf chinesische Importe eingeführt wurden und Peking sofort reagierte und Vergeltungsmaßnahmen ankündigte.

Auch wenn die Ängste vor einem Handelskrieg stiegen, so zeigten die tatsächlichen Daten, dass es der US-Konjunktur gut geht und der Arbeitsmarkt solide ist; die Anzahl der im Juni geschaffenen Stellen übertraf die Erwartungen und machte den Weg für schrittweise Zinserhöhungen durch die Fed frei und gab den Händlern eine Menge Ablenkung.

Aber nur weil die US-Aktien am Freitag nicht abverkauft wurden, heißt das nicht, dass der Handelskrieg bereits vollständig eingepreist ist. Die Handelszölle sind nichts Neues, der Markt weiß seit über einem Monat von ihnen und aktuell sind die Bedingungen für ein finanzielles Wachstum weiter gut, was es den Märkten erlaubt, zu steigen.

Die Stimmung könnte robust bleiben, bis wir Belege sehen, dass sich die Handelsspannungen auf schwächere Wirtschaftsdaten auswirken, vor allem in China. Aktuell fördert die Erleichterung weiter die Rallye, die dazu geführt hat, dass China über 2% gestiegen ist, der Nikkei über 1% und die FTSE-Futures 0,6%, obwohl das Pfund leicht zulegte.

 

 


 

 

Kann Theresa May diese jüngste Herausforderung überstehen?
Das Pfund stieg zum Handelsbeginn auf 1,3319 USD, da die Anleger weiter die sanftere Einstellung zum Brexit verdauten, die Theresa May am Freitag bei einer harten Sitzung mit ihrem Brexit-Kabinett durchbringen konnte.

3 Rücktritte seitdem durch harte Brexiteers wie u.a. dem Brexit-Sekretär David Davis führten zu Zweifel, ob May fähig ist, diese Herausforderung zu überstehen, was das Pfund kurz nach dem ersten, durch den Brexit bewirkten Anstieg wieder fallen ließ.

Heute und die nächsten Tage werden für Theresa Mays Überleben und die Erholung des Pfundes entscheidend sein.

Das Pfund hat sein Hoch bei Eröffnung gegenüber dem US-Dollar verloren, ist aber im Laufe des Tages nicht wirklich gefallen, was vermuten lässt, dass die Anleger glauben, dass Theresa May die Zügel nicht aus der Hand geben wird.

Aber selbst wenn Theresa May es schafft, diese jüngsten Brexit-Unruhen zu überstehen und mit einer geeinten Partei hinter sich an der Spitze zu bleiben, so besteht die große Aufgabe darin, die EU zu überzeugen, dass sie mit den Verhandlungen zu diesem jüngsten Vorschlag fortfahren soll.

Wenn also die Entwicklungen vom Freitag sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung für das Pfund sind, so wird das Sterling begrenzt sein, bis es mehr Klarheit von der EU gibt, ob diese Option durchführbar ist, was dann sein wird, wenn später diese Woche das White Paper veröffentlicht wird.

 

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