Lira bleibt nahe Rekordtief, Ansteckungsängste nehmen ab

London Capital Group: Die Angst vor einer Ansteckung durch die türkische Lira-Krise schien über Nacht eingedämmt, so dass die asiatischen Märkte trotz eines Ausverkaufs an der Wall Street Fuß fassen konnten. Nachdem die Währungskrise in der Türkei die Märkte am Montag erschütterte, waren die asiatischen Indizes überwiegend freundlich und die europäischen Märkte deuten auf eine festere Eröffnung hin.

Doch der Ausverkauf der türkischen Lira und die Auswirkungen auf andere Währungen und Anlageklassen werden auch heute noch für Aufmerksamkeit sorgen. Doch ein voller Wirtschaftskalender wird die Händler etwas ablenken.

 

Rechtfertigen britische Stellendaten den Zinsschritt der BoE?
Nach den starken Verlusten zum Ende der letzten Woche konnte sich das Pfund am Montag behaupten. Die Händler werden nun die britischen Arbeitsmarktdaten verfolgen, um zu sehen, ob die Zinserhöhung der BoE zu Anfang dieses Monats gerechtfertigt war.

 

Die Arbeitslosenquote im Vereinigten Königreich sollte im Juni auf dem Tiefststand seit einem Jahrzehnt von 4,2 % konstant geblieben sein. In den letzten drei Monaten sind im Durchschnitt 160.000 Arbeitsplätze hinzugekommen, eine beeindruckende Zahl, vor allem angesichts der durch den Brexit ausgelösten Unsicherheiten. Die Tatsache, dass es dem Arbeitsmarkt gelingen wird, weiterhin Arbeitsplätze zu schaffen, war einer der Hauptgründe für die Zinserhöhung der BoE Anfang August.

Zwar wurde ein Beschäftigungszuwachs in der Größenordnung von 100.000 erwartet – ein Rückgang gegenüber den Vormonaten – doch würde dies immer noch als eine solide Schaffung von Arbeitsplätzen angesehen werden und das Pfund bei Laune halten.

 

Betrachtet man die Durchschnittserlöse, sowohl mit als auch ohne Boni, so werden keine Veränderungen prognostiziert, wobei ein Wachstum von 2,5% bzw. 2,7% erwartet wird.

 

Das Pfund handelt derzeit auf einem Jahrestiefstand gegenüber dem Dollar und dem Yen, da die Ängste vor einem No-Deal-Brexit zunehmen. Ein starker britischer Beschäftigungsbericht könnte vor den britischen Inflationsdaten am Mittwoch und den Einzelhandelsumsätzen am Donnerstag eine kleine Erholung für das Pfund bringen. Doch jede mögliche Rallye könnte kurzlebig sein, zumal die Brexit-Gespräche am Donnerstag wieder aufgenommen werden.

 

 


 

 

Schicken die Daten den Euro wieder auf 1,15 USD?
Der Euro musste am Freitag starke Kursverluste hinnehmen, da die Besorgnis über Forderungsausfälle von Krediten europäischer Banken in der Türkei zunahm. Der Euro konsolidierte diese Verluste am Montag und blieb nahe der 1,14 USD-Marke.

Da eine Reihe wichtiger Wirtschaftsindikatoren aus der Eurozone und Deutschland bevorstehen, könnten die Euro-Bullen genug Munition haben, um die gemeinsame Währung wieder in Richtung der Schlüsselunterstützung bei 1,15 USD zu hieven.

Während das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum im zweiten Quartal voraussichtlich weiter zurückgehen wird, dürften die Zahlen für das verarbeitende Gewerbe zugelegt haben, was für die Investoren, die nach den Tarifandrohungen von Trump über die Entwicklung der Fabrikleistung besorgt waren, eine Erleichterung darstellen wird. Auch die deutsche ZEW-Umfrage sollte zeigen, dass sich das Vertrauen in dem wirtschaftlich stärksten Markt in Europa verbessert hat, wenn auch immer noch negativ.

Jede unerwartete Schwäche in den heutigen Zahlen könnte den Euro in Richtung 1,13 USD zurückwerfen.

 

 

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