Märkte können die Sorgen um das globale Wachstum nicht abschütteln

London Capital GroupDie US-Märkte waren über Nacht wegen Thanksgiving geschlossen. Dies bedeutete geringe Handelsvolumina auf der ganzen Welt, aber keine Pause in den wilden Schwankungen, die für die letzten Sitzungen charakteristisch waren. Europa verzeichnete in der vorangegangenen Sitzung einen Rückgang in der Größenordnung von 1%, ebenso wie China über Nacht. Der typische dünne Handel über Thanksgiving war gestern sicherlich nicht festzustellen, vielleicht wird es heute so sein? Obwohl der heutige Tag in den USA kein Feiertag ist, nehmen sich trotzdem viele frei und verlängern die Thanksgiving-Pause bis zum Wochenende.

Die asiatischen Märkte gaben erneut nach, wobei China die Hauptrolle spielte. Die Anleger haben Mühe, sich zu entspannen oder über die Sorgen um eine Verlangsamung des globalen Wachstums und der Handelsspannungen hinauszuschauen. China befindet sich in einer Zeit der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums, das durch die zunehmenden Handelsspannungen mit den USA beeinträchtigt wurde.

Das große Problem dabei ist, dass es wenig oder gar keinen Grund zu der Annahme gibt, dass sich die Situation Chinas im nächsten Jahr verbessern wird.

 


 

So richten sich die Hoffnungen auf den G20-Gipfel Ende November, bei dem Präsident Trump und Chinas Präsident Xi zusammentreffen werden. Die Entwicklungen vor diesem Treffen waren nicht vielversprechend. Realistisch gesehen ist das Beste, was wir von den G20 sehen werden, eine Vereinbarung der USA und Chinas, weiter zu reden. Die Geschichte der Handelsstreitigkeiten hat den Punkt einer schnellen Lösung überschritten.

Wir gehen davon aus, dass dieses Risiko auch 2019 ein Thema bleiben wird, das den Appetit auf risikoreichere Anlagen weiter belasten wird.

Trotz der Rückgänge an den asiatischen Märkten zeigt sich für Europa eine etwas höhere Eröffnung. Der FTSE wird allerdings hinter den anderen Börsenplätzen zurückbleiben. Sorgen über das globale Wachstum und die Handelsspannungen, die China belasten, haben die Metallpreise über Nacht sinken lassen. Angesichts der hohen Gewichtung der Minenwerte im FTSE wird der britische Index die Auswirkungen zu spüren bekommen.

Auch die großen Ölwerte werden auf den FTSE durchschlagen, da die Ölpreise wieder fallen.

 

 

Öl fällt (wieder)
Das Öl hatte über Nacht eine weitere volatile Sitzung. Schwankungen von über 1% waren in der zweiten Hälfte dieser Woche die Regel und die Volatilität ist seit Anfang November hoch. Dies zeigt, wie nervös der Ölmarkt im Moment ist. Die US-Lagerbestände erreichten ihren höchsten Stand seit elf Monaten und gaben Anlass zu Besorgnis über eine globale Rohölschwemme bei einem sich verschlechternden wirtschaftlichen Ausblick.

Die Tatsache, dass die Ölhändler die Erwartungen von zurückgehaltenen Angeboten der OPEC 2019 ignorierten, um die Überversorgung einzudämmen, zeigt, wie besorgt die Ölhändler über die Zukunftsaussichten sind.

Deutsches BIP & PMIs der Eurozone
Die Datenveröffentlichungen der Eurozone werden heute den Wirtschaftskalender dominieren. Das deutsche BIP wird voraussichtlich konstant bei 1,1% erwartet. Angesichts der Sorgen über eine Verlangsamung der Wachstumsdynamik werden die Anleger aufmerksam nach Anzeichen von Schwäche Ausschau halten. Auch der PMI für den Dienstleistungssektor in der Eurozone wird voraussichtlich leicht sinken.

Der Euro handelt im Frühhandel gegen den Dollar 0,1% höher.

Schwächere als die prognostizierten Werte könnten dazu führen, dass der Euro bei 1,14 € Unterstützung findet und sich in Richtung 1,135 € bewegt.

 

 

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