Märkte tauchen ab, während Trump es wieder tut

London Capital Group: Vor der Handelseröffnung am Dienstag sehen die Händler auf ein Meer von roten Notierungen in einem Umfeld der Risikovermeidung. Dabei hatten die Märkte die Eskalation von weiteren Zöllen bei den Handelsstreitigkeiten zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt bereits erwartet. Trump wird Zölle von 10% auf weitere chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden Dollar einführen. Dies belastete die Stimmung der Märkte in ganz Asien, so dass die Notierungen über Nacht nach Süden wanderten. Einzige Ausnahme war der japanische Nikkei.

Doch die europäischen Futures und US-Futures sind im negativen Bereich.

Die drei wichtigsten Indizes an der Wall Street notierten über Nacht niedriger, wobei der techlastige Nasdaq den größten Ausverkauf seit Juli erlebte, da die Anleger mit Spannung auf die neuen Zölle von Trump warteten. Apple und Amazon fielen um 2,6% bzw. 3,2%, ihre stärksten Rückgänge seit April.

 

Chinesen werden wohl kaum die Handelsgespräche fortsetzen
Während Trump Apple-Uhren und bestimmte Konsumgüter verschonte, macht er klar, dass jede Vergeltung aus China mit weiteren Zöllen auf chinesische Importe im Wert von 267 Milliarden Dollar beantwortet werden wird. Diese jüngste Maßnahme von Trump wird die Chinesen kaum kalt lassen, auch wenn die Zölle etwas unter den ursprünglich anvisierten 25% liegen.

Die Chinesen werden dies nicht als Zugeständnis ansehen und sie werden höchstwahrscheinlich, den Verhandlungstisch ganz verlassen. In Anbetracht dieser jüngsten Aktion und der Kommentare von Trump ist es schwierig zu beurteilen, wie dieser deutlich zunehmende Handelsstreit gelöst werden kann. Mit Sicherheit erscheint eine Lösung vor den Halbjahreswahlen höchst unwahrscheinlich.

 

Ölpreis sinkt aufgrund der Handelsspannungen
Dieser jüngste Schritt von Trump wird die globalen Wachstumsprobleme wieder aufleben lassen, wobei Kupfer, das oft als Barometer für das globale Wachstum angesehen wird, die dritte Sitzung in Folge fällt. Auch der Ölpreis fiel im frühen Handel am Dienstag zurück, da die jüngsten Entwicklungen des US-chinesischen Handelskriegs die Nachfrageaussichten eintrüben, obwohl die Bedenken über die Verknappung des Angebots die Verluste begrenzt halten.

Während der zunehmende Handelsstreit das globale Wachstum beeinträchtigen und sich auf die Ölnachfrage auswirken dürfte, werden die bevorstehenden US-Sanktionen gegen den Iran zu einer Verknappung des Angebots führen, so dass ein freier Fall des Ölpreises verhindert wird.

Die iranischen Rohölexporte sind in den letzten drei Monaten bereits um 580.000 Barrel pro Tag zurück gegangen.

 

 


 

 

Dollar erholt sich gegenüber Yen & Pfund Sterling und notiert stabil bei 1,3150 USD
Auch an den Devisenmärkten dominierte über Nacht die Risikoaversionsstimmung, wobei der als sicherer Hafen geltende Yen zunächst stark gegen den Dollar anzog, bevor er diese Gewinne wieder abgab, da der Dollar seine früheren Verluste wettmachen konnte.

Das Pfund konnte seine Gewinne der letzten Sitzung halten, wobei die Anleger eine deutliche Warnung des IWF vor einem ungeordneten Brexit ignorierten.

Da es kaum Wirtschaftsdaten gibt, die den Pfund-Handel beeinflussen könnten, werden die Entwicklungen des Brexit für die Pfund-Händler entscheidend sein, bevor am Mittwoch die Inflationsdaten veröffentlicht werden.

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