Risikobereitschaft steigt durch die Wall Street; Euro weitet Rallye aus

London Capital Group: Während die Risikobereitschaft in Europa in der letzten Sitzung eher begrenzt war, ist die Risikobereitschaft in der US-Sitzung gestiegen. Die Banken- und Technologieaktien machten an der Wall Street über Nacht eine weitere Rallye klar, wo der Dow zum ersten Mal seit März die 25.000 überschritten hat und der Nasdaq ein weiteres Rekordhoch verzeichnen konnte – das dritte in Folge.

Die Technologieaktien zeigten erneut eine beeindruckende Performance, obwohl man in Brüssel eine Strafe für den Google-Mutterkonzern Alphabet ausarbeitet, da dieser seine Dominanz durch das Android-Betriebssystem ausgenutzt hat. Auch wenn das gehandelte Volumen bei Alphabet 7 Mal so hoch wie am Dienstag war, zeigte sich der Aktienkurs beeindruckend widerstandsfähig und fiel nur 0,2%. Die Anleger machen sich ganz klar keine übermäßigen Sorgen um die wichtigste regulatorische Maßnahme gegen das Geschäftsmodell von Google.

Die Risikobereitschaft an der Wall Street, die sich auf eine solide Sitzung in Asien übertragen hat, führt auch an den europäischen Märkten bei Eröffnung zu Auftrieb. Trotz der Gespräche um Vergeltungsmaßnahmen der US-Partner aufgrund der Handelszölle, die laut der World Bank das Risiko bergen, die globale Wirtschaft wieder in einen ähnlichen Zustand zu bringen, wie wir ihn vor 10 Jahren gesehen haben, steigen die globalen Aktienmärkte weiter.

Öl steigt; weiter auf gutem Weg, wöchentliche Verluste zu erzielen
Die Rohölpreise dürften ins Rampenlicht rücken, da sie auf gutem Weg sind, die dritte Woche in Folge Verluste einzufahren. Nach dem starken Rückgang in der letzten Sitzung machte Öl über Nacht einen Teil der Verluste wieder gut, unterstützt durch die Nachrichten über Nacht, dass die venezolanischen Exporte fallen.

Bedenken um das Angebot aus Venezuela kommen zu einem Zeitpunkt, zu dem die OPEC in Erwägung zieht, die Angebotskürzungen zu lockern, die seit 2017 Bestand haben und implementiert wurden, um den Preis zu stützen. Die große Frage hinsichtlich des Öls ist es nun, ob die OPEC sich dazu entscheidet, die Produktionssenkungen zu lockern; das Meeting findet erst in 2 Wochen statt, weshalb die Händler aktuell erhöhte Volatilität sehen könnten.

 


 

EURUSD erreicht durch Gespräche der EZB über Drosselung 1,18 USD
Der Euro weitete seine durch die EZB inspirierte Rallye über Nacht aus und erreichte ein Hoch von 1,18 EUR. Die Aussage von EZB-Währungshüter Peter Praet, dass die EZB bei ihrer Sitzung nächste Woche prüfen muss, ob sie das QE-Programm zurückfahren wird bestätigt quasi frühere Berichte, das die EZB bereit ist, darüber zu sprechen, was fast das ganze Jahr schon unausgesprochen im Raum steht.

 

Aber nur weil die EZB bereit ist, über ein Thema zu sprechen, zu dem sie sich das gesamte Jahr nicht groß geäußert hat, heißt das noch lange nicht, dass wir hier schnell oder übereilt Maßnahmen sehen werden. Es ist fast sicher, dass das QE-Programm zurückgefahren wird, aber bis zum geplanten Ende im September oder sogar erst ab September.

Der Euro hat das Gröbste noch lange nicht überstanden.

Da die Anleihenkäufe gesenkt werden dürften und der stärkere Euro der letzten 10 Monate das Preiswachstum wahrscheinlich belasten wird, ist die Auflösung der QE auf keinen Fall eine direkte Maßnahme, die Zinsen anzuheben; aufgrund dieser Belastungen erwarten wir weiter einen deutlichen Anstieg auf das Ziel bei 2%.

 

 

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