Wird die Geldschwemme der Zentralbank helfen?

London Capital Group: Nach einer gemischten Sitzung in Asien über Nacht beginnen auch die europäischen Börsen die neue Woche mit einem gemischten Handel. Während der Wirtschaftskalender in dieser Woche belebter als in der Vorwoche aussieht, da Zentralbankentscheidungen sowohl von der EZB als auch der BoE anstehen, wird es viele gute Nachrichten brauchen, um die Händler von den eskalierenden Handelsspannungen und der sich abzeichnenden Krise der Schwellenländer abzulenken.

Während die europäischen und asiatischen Märkte in der vergangenen Woche stark zurückgingen, zeigte sich der Dow Jones im Vergleich dazu robust. Doch am Freitag ließ der plötzliche Anstieg der US-Löhne Befürchtungen vor höheren Kreditkosten aufkommen.

Auch die erneuten Handelsdrohungen von Präsident Trump ließen die US-Aktien auf breiter Front sinken, doch der Dollar festigte sich.

Trump drohte mit einer weiteren Runde von Handelszöllen auf chinesische Importe im Wert von 267 Milliarden Dollar und versprach, dass die Zölle auf chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden Dollar sehr bald in Kraft treten würden. Diese jüngsten Drohungen zeigen die scheinbar zufällige Natur und mangelnde Planung von Trump, was ausreicht, um selbst die hartgesottensten Händler zunehmend nervös zu machen.

Die Forderungen von Unternehmen, die Abgaben fallen zu lassen, sind im Weißen Haus auf taube Ohren gestoßen, da Trump es sich offenbar zur Aufgabe gemacht hat, alle Importe aus China mit Zöllen zu belegen.

 

Verluste durch Handelsspannungen
Je länger diese Handelsspannungen andauern, desto mehr Opfer wird es geben. Der chinesische Eigentümer von Volo, Geely, verschiebt angesichts der Handelsauseinandersetzungen den Börsengang von Volvo Cars wegen Bewertungsproblemen, und auch das Taumeln der Apple-Lieferanten über Nacht in Asien zeigte, dass sich die Auswirkungen dieser Spannungen auf die Märkte nun deutlicher abzeichnen, und dies wird so lange anhalten wird, bis ein Durchbruch erzielt ist.

 

Fester US-Arbeitsmarkt trotz internationaler Handelsspannungen
Der Dollar war über Nacht stabil, nachdem er am Freitag sprunghaft angestiegen war. Geholfen haben ihm Anzeichen für ein beschleunigtes Lohnwachstum, wodurch nun zwei weitere Zinserhöhungen der Fed in diesem Jahr erwartet werden können. Während der US-Arbeitsmarkt schon seit einiger Zeit anzieht, entwickelt sich das Lohnwachstum nur langsam.

Die Zahlen vom Freitag zeigten, dass die Löhne im August am schnellsten seit neun Jahren gestiegen sind, was darauf hindeutet, dass es auf dem Arbeitsmarkt nur noch wenig Spielraum gibt.

 

 


 

 

 

Sind wir einem Brext-Deal nahe?
Der Brexit und die BIP-Daten werden am Montag die Aufmerksamkeit der Investoren auf sich ziehen. Am Wochenende wurde bekannt, dass die EU bereit ist, dem EU-Chefunterhändler Michel Barnier das Mandat zum Abschluss eines Brexit-Abkommens zu erteilen. Dies beflügelt den Optimismus, dass ein Brexit-Abkommen doch noch vor Ablauf der Oktober-Frist zustande kommen könnte.

Dies wären einige dringend benötigte gute Nachrichten für die Premierministerin Theresa May, die unter starkem Druck von den harten Brexit-Befürwortern in ihrer Partei und insbesondere von Ex-Außenminister Boris Johnson steht, der am Wochenende einen vernichtenden Angriff auf Theresa May und ihre Brexit-Pläne gestartet hatte.

Das Pfund Sterling war gegenüber dem Dollar über Nacht leicht niedriger, stieg aber gegenüber dem Euro an.

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