DAX Morgenanalyse: SAP stark, Adidas schwach – Intel mit massivem Kurseinbruch

Dax Chart

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Der Xetra-DAX beendete den Freitag, den 23. Januar 2026 mit einem Kursplus von 0,18 Prozent und 24.900,71 Punkten. Das Handelsvolumen via Xetra betrug rund 4,34 Milliarden Euro.

Die Pole Position konnte sich die Aktie von SAP erobern – das Wertpapier gewann um 4,26 Prozent und schloss via Xetra mit 197,92 Euro. SAP vollzog damit innerhalb von nur zwei Handelstagen immerhin eine Bewegung von über 10 Euro und dürfte insbesondere vom technisch recht überverkauften Softwaresektor mit profitiert haben. Viele Softwarewerte wiesen auf Sicht der letzten Wochen recht immense Verkaufsserien aus, darunter auch Konkurrent Salesforce oder auch Konzerne wie Service Now, Docu Sign, Adobe und viele weitere mehr. Besonders im Softwaresektor verbreitete sich an den Börsen unter den Marktteilnehmern zunehmend die These, dass Konzerne künftig auch ihre jeweiligen Softwarelösungen von Chat GPT, Claude & Co. selbst programmieren, entwickeln lassen könnten und den Softwarekonzernen auf diese Weise noch weitere Bewertungsabschläge drohen könnten.

Die rote Laterne im DAX erhielt die Aktie von adidas – es ging via Xetra um 5,71 Prozent auf 143,75 Euro abwärts. Ansichten der RBC nach dürfte adidas beim operativen Ergebnis für das Geschäftsjahr enttäuschen. Die RBC prognostiziert ein operatives Ergebnis in einer Bandbreite von 2,4 bis 2,26 Milliarden Euro, was der RBC nach rund 10 Prozent unterhalb des Marktkonsenses läge.Die führenden europäischen Aktienindizes in Amsterdam, London, Madrid, Mailand, Paris und Zürich legten am Freitag allesamt den Rückwärtsgang ein. Auch der Euro Stoxx50 verlor um 0,13 Prozent auf 5.948,20 Punkte.

An der Wall Street indes gaben sich die führenden US-Indizes Dow Jones, NASDAQ100 und S&P500 uneinheitlich. Während der Dow Jones um 0,58 Prozent auf 49.098,71 Punkte verlor, legte der S&P500 minimal um 0,03 Prozent auf 6.915,61 Zähler zu. Auch der NASDAQ100 steig um 0,34 Prozent auf 25.605,47 Zähler.

Einen regelrechten Fenstersturz legte die Aktie des Halbleiterkonzerns Intel hin – an der Technologiebörse NASDAQ ging es mit einem Minus von 17,03 Prozent auf 45,07 US-Dollar abwärts. Intel präsentierte am Donnerstag nachbörslich die QIV/FY2025er-Zahlen, sowie die Jahreszahlen für das Fiskaljahr 2025. Betrachten wir hier die aktuelle Entwicklung im Rahmen des Quartalszahlenvergleichs QIV/FY2025 mit QIV/FY2024. Der Umsatz fiel von 14,260 auf 13,674 Milliarden US-Dollar zurück. Auch das operative Ergebnis sank von 5,172 auf 4,363 Milliarden US-Dollar. Der Fehlbetrag beim Konzernverlust weitete sich im Vergleichszeitraum von 153 auf 333 Millionen US-Dollar aus. Das EPS auf vollverwässerter Basis weitete sich von einem Verlust von 0,03 US-Dollar auf einen Verlust von 0,12 US-Dollar aus. Ebenso negativ: Die Anzahl der auf vollverwässerter Basis ausstehenden Aktien erhöhte sich von 4,319 auf 4,856 Milliarden Stück in einem signifikanten Ausmaß. Intel geht im Rahmen der Guidance für das erste Quartal des Fiskaljahres 2026 (QI/FY2026) von einem Umsatz in einer Spanne von 11,7 bis 12,7 Milliarden US-Dollar aus, sowie einer Bruttomarge von 32,3 Prozent und einem Verlust je Aktie auf vollverwässerter Basis von 0,21 US-Dollar (alle Angaben auf GAAP-Basis).

Am heutigen Montag werden Quartalsergebnisse unter anderem von Bank of Hawaii, Dynex Capital, Lakeland Financial, Ryanair, Steel Dynamics, sowie von Agilysys, AGNC Investment Corporation, Alexandria Real Estate Equities, Brown & Brown, Crane Company, Graco, Nucor, Sanmina, Western Alliance Bancorporation und W.R. Berkeley zur Veröffentlichung erwartet.

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte lieferten am Montag ein gemischtes Bild ab. Die US-Futures wiesen kurz vor dem Beginn der europäischen Handelszeit durchweg Kursverluste auf.

 

DAX Kursziele

Der Xetra-DAX beendete den Freitag, den 23. Januar 2026 mit einem Kursplus von 0,18 Prozent und 24.900,71 Punkten. Am Freitag bildete der Xetra-DAX einen „Inside Day“ aus (Chartformation, bei der die gesamte Kursspanne (Hoch bis Tief) eines Handelstages vollständig innerhalb der Handelsspanne des Vortages liegt). Aus diesem Grund wäre an der Analyse vom Rekordhoch des 13. Januar 2026 von 25.507,79 Punkten bis zum Verlaufstief des 21. Januar 2026 von 24.349,54 Punkten festzuhalten, um die nächsten Ziele zur Ober- und Unterseite ableiten zu können.
  • Die Widerstände kämen weiterhin bei den Marken von 24.929/25.065/25.234 und 25.508 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Oberseite von 25.781/25.950 und 26.224 Punkten in Betracht.
  • Die Unterstützungen wären nach wie vor bei den Marken von 24.792/24.623 und 23.350 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Unterseite von 24.076/23.907 und 23.634 Punkten zu ermitteln.

 

DAX – Chart

 

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