Bleibt alles anders

Bernstein BankDie Federal Reserve hält Kurs: Die Geldfluten bleiben der Wall Street erhalten. Auf dem Treffen in Jackson Hole deutete Fed-Chef Jerome Powell nur für irgendwann eine Eindämmung der monetären Wohltaten an. Ansonsten nannte er die Inflation einen Grund zur Sorge.

Das war es dann schon. Somit bläht sich die Geldmenge in historisch einmaligen Dimensionen weiter auf.

 

Kein klares Signal in Sachen „Tapering“

Die Börse atmete auf, einige Investoren hatten ein stärkeres Bekenntnis zur Drosselung erwartet. Und so markierte der S&P 500 gerade sein 52. Rekordhoch im Jahr 2021.

Doch Powell lavierte. Erst wenn sich die amerikanische Wirtschaft weiter positiv entwickelt, könnte die Federal Reserve beginnen, ihr monatliches Anleihekaufprogramm langsam zu reduzieren.

Damit bleibt zunächst alles beim Ausnahmezustand: Die Fed erweitert Monat für Monat ihr Anleiheportfolio mit Staatsanleihen im Wert von 80 Milliarden Dollar und Hypothekenanleihen im Wert von 120 Milliarden Dollar.

Damit sollen die mittel- und langfristigen Zinsen niedrig gehalten werden.

Die Fed wartet für ein Tapering vor allem auf den Arbeitsmarkt: Zwar wachse die Beschäftigung schnell. Allerdings bringe die Ausbreitung der Delta-Variante neue Risiken.

Die aktuelle Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent zeige nicht die wahre Unterbeschäftigung: Immer noch seien sechs Millionen Amerikaner weniger in einem Job als pre-Corona.

Tja, da fragen wir uns, ob es nicht mit dem Helikopter-Geld zu tun hat, das dazu führt, dass die Leute auch ohne Arbeit zuhause bleiben.

 

Weiter Milliarden-Käufe

Vermutlich wird den Anlegern noch eine Weile dieses Szenario erhalten bleiben: Immer neue Rekorde bei Dow Jones, S&P 500, Nasdaq, DAX und co.

Allenfalls mal ein paar zaghafte Rücksetzer, die Trader auf der Short-Seite für sich nutzen können. Und zwar Immer dann, wenn kleinere Störfaktoren auftauchen. Etwa eine neue Runde im Handelsstreit mit China, weil Peking die Gunst der Stunde nutzt und den schwächsten Präsidenten aller Zeiten mal kurz an die Wand drückt.

Oder wenn das eigene Kabinett Joe Biden wegen Demenz absetzt – oder falls sich der Kongress zu einem Impeachment aufrafft, was angesichts der grünlinken Medien-Front zum aktuellen Zeitpunkt unwahrscheinlich ist.

 


 

Wann kommt das Signal zum Ausstieg?

Und der größte kleinere Rückschlag könnte dann von der Fed selbst kommen: Goldman Sachs urteilte, die Fed werde vielleicht im September eine erste Vorwarnung geben und dann im November den Start des Tapering offiziell verkünden.

„We left our probabilities for the formal taper announcement unchanged, with November (45%) still our baseline and December (35%) or 2022 (20%) also possible in light of the risks posed by the Delta variant.“

Der Wirtschaftsforscher Pantheon Macroeconomics kommentierte: „In short, the song remains the same; the test for ‘substantial further progress’ has been met for inflation, but not for employment, and the Delta variant poses new risks. We still think it’s reasonable to expect the tapering announcement in November, but it could easily be delayed if the post-Delta rebound takes longer than we expect.“

Trader müssen also jederzeit die Realtime News im Auge behalten, um schnell auf ein paar Gewinnmitnahmen zu reagieren.

 

Was bringt den nächsten Crash?

Den nächsten echten Bärenmarkt dürften wir nur bei einem Ereignis in der Größenordnung von 9/11 sehen. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist nach dem von Sleepy Joe angerichteten Desaster in Afghanistan gestiegen.

Der pensionierte Armee-General Dana Pittard warnte im Gespräch mit der Publikation „Border Report“, al Kaida oder ISIS könnten jederzeit radikalisierte Moslems in den USA aktivieren.

Übrigens sollten Sie sich fragen, wie die Taliban so stark werden konnten. Die Antwort, ist dass der pakistanische Geheimdienst immer die Islamfaschisten unterstützt hat. Genau deswegen konnte Osama bin Laden auch in Pakistan untertauchen.

Das sympathische Nachbarland von Indien ist eine Atommacht. Wer weiß, ob also nicht irgendwann eine kleine, schmutzige Atombombe über einen Container in die kaum zu kontrollierenden Häfen oder über die von den Democrats offen gehaltene Südgrenze eingeschleust wird.

Unser Fazit: An der Börse bleibt zunächst alles beim Alten. Solange, bis das Quantitative Easing beendet wird. Oder bis plötzlich ein Black-Swan-Event den Crash bringt.

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