Bund bekräftigt Nein zu UniCredit-Offerte für Commerzbank
Der Bund werde das Tauschangebot von UniCredit nicht annehmen, teilte die staatliche Finanzagentur am Dienstag in Berlin mit.
Das habe der Lenkungsausschuss beschlossen, der für die Beteiligungen des Bankenrettungsfonds zuständig ist.
Der Bund, mit 12 Prozent der Anteile zweitgrößter Commerzbank-Aktionär, erteilte dem Vorstoß der Italiener nicht nur aus finanziellen Gründen eine Absage, sondern weil der Regierung das forsche Vorgehen von UniCredit-Chef Andrea Orcel missfällt.
„Darüber hinaus unterstützt der Lenkungsausschuss die Strategie der Eigenständigkeit der Commerzbank AG und lehnt das aggressive Vorgehen der UniCredit SpA ab“, erklärte die Finanzagentur.
Die Commerzbank spiele eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der deutschen Wirtschaft und des Mittelstands.
Zudem sei sie als Arbeitgeber für den Finanzstandort Frankfurt wichtig.
„Beides gilt es auch in Zukunft sicherzustellen.“
Commerzbank Aktie Chart
UniCredit-Angebot plötzlich attraktiv
Kurz vor Ablauf der Annahmefrist hat das Übernahmeangebot der italienischen UniCredit für die Aktionäre der Commerzbank erstmals wirtschaftlich an Attraktivität gewonnen. Während die Commerzbank-Aktie am Dienstag im Mittagshandel um 1 Prozent auf 36,50 Euro zulegte, stiegen die UniCredit-Papiere um mehr als 4 Prozent.
Damit erreichte der Gegenwert der angebotenen 0,485 UniCredit-Aktien je Commerzbank-Anteil rechnerisch 37,67 Euro und lag damit über dem Börsenkurs der Commerzbank.
Seit Bekanntgabe des Angebots im März war dies nicht der Fall gewesen:
Bislang wurden die Commerzbank-Aktien an der Börse stets höher bewertet als die Offerte der Mailänder Großbank.
Die Übernahmefrist endete am Dienstag, soll aber bis zum 3. Juli verlängert werden.
UniCredit hat fast 12 Prozent aller Commerzbank-Aktien angedient bekommen, obwohl das Angebot bisher wirtschaftlich betrachtet nicht vorteilhaft war.
UniCredit Aktie Chart
Disclaimer & Risikohinweis
Themen im Artikel
Infos über Bankenverband
Bankenverband Nachrichten
-
Ökonomen einig: Reformpaket geht nicht weit genug
Das geplante Reformpaket der Bundesregierung wird nach übereinstimmender Einschätzung führender Ökonomen nicht ausreichen, um die deutsche Wirtschaft aus der jahrelangen Dauerkrise zu führen. Dafür wären...
-
Regierungskoalition einigt sich auf Reformen
Die Regierungskoalition hat sich auf umfassende Reformen geeinigt, darunter auch eine Neuregelung der Einkommensteuer mit steuerlichen Entlastungen. Wie die Spitzen von CDU, CSU und SPD...
-
So schützen Sie sich vor Betrug bei Tagesgeld und Festgeld
Wer nach attraktiven Angeboten für Tagesgeld- und Festgeldanlagen sucht, sollte besonders wachsam sein. Betrüger werben mit vermeintlich attraktiven Zinsen und täuschend echt gestalteten Internetseiten. Wir...
-
Inflationsrate sinkt im Juni auf 2,3 Prozent
Die Inflation in Deutschland ist im Juni wegen fallender Ölpreise und durch den Tankrabatt erneut gesunken. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich nur noch um 2,3...
-
Firmeninsolvenzen auf höchstem Stand seit 2013
Die Dauerkrise der deutschen Wirtschaft macht sich auch bei der Zahl der Unternehmensinsolvenzen bemerkbar. Nach am Dienstag veröffentlichten Hochrechnungen der Auskunftei Creditreform werden bis zum...







