EUR/USD bricht durch – und jetzt?

Der Wechselkurs Euro zu Dollar  hat in dieser Woche deutlich Stärke bewiesen. Wie immer, wenn es um Währungen geht, steht die Frage im Raum, ob die Stabilität vom starken Euro ausgeht oder vom schwachen US-Dollar? Das lässt sich nicht so einfach beantworten, allerdings lässt die Reaktion des US-Dollar Index im Zuge des FOMC-Protokolls und den Reden einiger FED-Mitglieder darauf schließen, dass US-Dollar Schwäche der eigentliche Grund ist.

Der EUR/USD durchbricht wichtige Trendlinie
Das wichtigste Währungspaar bewegt sich seit Anfang 2014 innerhalb einer Seitwärtsrange. Innerhalb dieser Range weist es allerdings kurzfristige Trends auf. Solch ein Abwärtstrend bestand seit Mai 2016. Das Jahreshoch liegt bei 1,1616 US-Dollar je Euro. Dieser Trend wurde durch das Brexit-Referendum angeheizt. Das Jahrestief liegt demnach bei 1,0910 US-Dollar je Euro. Dieser Abwärtstrend, dessen obere Trendlinie bei 1,1220 US-Dollar je Euro verlief, wurde in dieser Woche überwunden. Das Währungspaar schoss in Folge des Ausbruchs über 1,1300 US-Dollar je Euro.

FOMC- und FED- Aussagen unterstützen den Ausbruch
Der technische Ausbruch wurde jedoch zusätzlich durch das FOMC-Protokoll und Aussagen einiger FED-Mitglieder unterstützt. Demnach sind sich die Mitglieder nicht sicher, wie sie mit den nächsten Zinsschritten verfahren sollen. Das wurde zwar nicht offiziell bekundet, allerdings gehen Marktteilnehmer nach den aktuellen Aussagen davon aus, dass ein Zinsschritt in den nächsten Monaten immer unwahrscheinlicher wird. Der US-Dollar Index gibt demzufolge stark nach. Ebenfalls unterstützend dabei, ist der wieder stärkere japanische Yen und das britische Pfund.

Prognose-Erfolgt der Ausbruch aus der langfristigen Range?
Alles deutet daher darauf hin, dass der Euro nicht aus eigener Kraft an Stärke zulegt, sondern zum einen aufgrund des Ausbruchs aus einem technischen Trend und zum anderen einem schwachen US-Dollar. Ob sich dieser Trend weiter fortsetzt, kann daher nicht zwingend angenommen werden. Das muss die Lage noch zeigen.

Aktuell prallt das Währungspaar an einer weiteren, wichtigen Preiszone ab. Ein Anstieg auf 1,14 US-Dollar je Euro würde die aktuelle Aufwärtsbewegung bekräftigen. Allerdings sollte der Fokus in der nächsten Woche am Freitag nun deutlich auf der Rede von FED-Chefin Yellen liegen und sie kann das Ruder immer noch herumreissen oder die aktuelle Bewegung anheizen.

 

Chart: EUR/USD (täglich)

 

 

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