Globale Aktien vorsichtig in der letzten vollen Handelswoche vor Weihnachten

London Capital GroupDie europäischen Aktien werden höher eröffnen, nachdem sie in der Vorwoche überwiegend gemieden wurden. Globale Wachstumsängste infolge schwacher Daten aus China und der Eurozone dämpften die Lust am Risiko. Die Anleger warten nun auf die politische Ankündigung der Fed am Donnerstag, um weitere Hinweise zu erhalten. Während ein vierter Zinsschritt in diesem Jahr weitgehend erwartet wird, sorgen sich die Anleger mehr um die Dinge, die ihnen 2019 bevorstehen werden.

May ist sicher: es gibt kein zweites Referendum

Nach fünf aufeinander folgenden Wochen mit Verlusten sehen die Aussichten für das Pfund auch in dieser Woche nicht viel besser aus. Alles in allem wird der Brexit die Bewegung im Pfund weiter bestimmen. Nachdem Theresa May unter zunehmendem Druck steht, der Brexit-Sackgasse ein Ende zu bereiten, sind sich die Devisenmärkte nur allzu bewusst, dass sich die Dinge schnell zu einem No-Deal oder gar einer Parlamentswahl entwickeln können.

Die Empfehlungen für ein zweites Referendum werden immer zahlreicher, da eine wachsende Zahl von Ministern dies als den einzigen Ausweg aus der gegenwärtigen Sackgasse ansieht und um einen harten No-Deal-Brexit zu vermeiden. Theresa May ist entschieden gegen die Idee. Wir würden erwarten, dass ein zweites Referendum das Pfund ankurbeln könnte, doch die Tatsache, dass das Pfund ziemlich gedrückt ist, zeigt, dass dies derzeit nicht als realistische Möglichkeit eingepreist wird.

 

 

Hausbauer leiden nach enttäuschenden Hauspreisdaten

Die Auswirkungen des Brexit auf den Wohnungsmarkt wurden am Montag deutlich. Die Rightmove Daten zeigten, dass Wohnungspreise im Dezember, den zweiten Monat in Folge, sanken. Die Brexit-Unsicherheiten zusammen mit der saisonalen Schwäche um Weihnachten führten zum deutlichsten Zweimonatsrückfall seit 2012 für die britischen Hauspreise.

Auch in den ersten Monaten des Jahres 2019 wird sich der schleppende Immobilienmarkt voraussichtlich nicht verbessern, da die Investoren auf Klarheit zum Brexit warten.

Der britische Wohnungsmarkt zeigt keinerlei schnelle Entwicklung nach oben, da die Brexit-Ängste jeglichen Jubel über mögliche saisonalen Käufe erstickt haben.

Die enttäuschenden Daten und der triste Ausblick auf die Immobilienpreise infolge der Brexit-Unsicherheit dürften die Immobilienaktien im Montagshandel belasten.

 

 

Euro im Fokus, da Italien einem Haushalt innerhalb der EU-Anforderungen zustimmt

Der Euro wird am Montag im Interesse der Anleger stehen, da sie die Inflationsdaten der Eurozone erwarten. Darüber hinaus gibt es Berichte, dass Italien sich endlich mit der EU über seinen Haushalt einigen konnte. Nach monatelangen Auseinandersetzungen hat Italien seine starre Haltung aufgegeben und sich bereit erklärt, einen Haushalt innerhalb der EU-Auflagen zu erstellen, der der EU gefallen sollte.

Daher gab es zu Beginn der Handelswoche eine kleine Entlastungsrallye für den Euro.

Nach den gemäßigten Äußerungen von Draghi in der vergangenen Woche waren dies die dringend benötigten guten Nachrichten für die Einheitswährung.

Der Verbraucherpreisindex der Eurozone wird im Laufe des Tages veröffentlicht. Die Inflation im Euroraum wird voraussichtlich im November auf 2% sinken, nach 2,2% im Vormonat.

Nachdem Draghi eingeräumt hatte, dass die Risiken nach unten für die Wirtschaft der Eurozone bestehen bleiben könnten, wird die Inflationsschwäche der italienischen Erleichterungsrallye die Grenzen aufweisen.

 

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