Vom Handels- zum Währungskrieg?

London Capital GroupDie Wall Street hatte eine gemischte Sitzung und der Dow verbuchte seine ersten Gewinne in drei Sitzungen, obgleich die Gewinne durch steigende Zinsängste begrenzt wurden. Der S&P schloss flach und der Nasdaq fiel um weitere 0,6% zurück. Der Nasdaq musste auch in der dritten Sitzung in Folge schwere Verluste hinnehmen, da die zunehmenden globalen Wachstumsängste belasteten. Hinzu kam ein bekannt gewordenes potenzielles Datenleck bei Google. So hielten sich die Anleger zurück.

IWF senkt globale Wachstumsprognosen
Nach einer gemischten Session an der Wall Street waren auch die asiatischen Märkte uneinheitlich. Die Senkung der globalen Wachstumsprognose für 2018 und 2019 des IWF kam unter den derzeitigen Bedingungen nicht allzu überraschend. Dies ist die erste Wachstumsherabstufung seit zwei Jahren, bei der die Kapitalabflüsse aus den Schwellenländern belasten und erhöhte Handelsspannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt vorherrschen. Die US-Wirtschaft läuft jedoch auf vollen Touren, so dass die IWF-Vorhersage über ein zurückgehendes US-Wirtschaftswachstum wie ein weit entferntes Problem aussieht, aber die Realität ist, dass, sobald der Schub durch die Steuersenkungen verpufft ist, die Auswirkungen der Handelshemmnisse mit China offener zu Tage treten werden.

US-Bedenken wegen Chinas Yuan-Abwertung
Die chinesischen Aktien festigten sich am Dienstag im frühen Handel, nachdem sie Anfang der Woche über 4,3% verloren hatten. Da sich der chinesische Markt nicht mehr im freien Fall befindet, wandte sich die Aufmerksamkeit dem Yuan zu, dem erlaubt wurde, gegenüber dem Dollar ein Schlüsselniveau zu überwinden. Nachdem die chinesische Wirtschaft unter Druck steht und die Handelsspannungen nach wie vor hoch sind, wäre eine Abwertung von den Chinesen auf das 7er Niveau nicht so überraschend. Natürlich wird dies weitere Vorwürfe der USA wegen Währungsmanipulationen hervorrufen, aber dies hat China bisher kaum abgehalten. Die verhaltene Risikostimmung über Nacht beflügelte den Zufluss in den sicheren Hafen Yen und ließ ihn über das Elfmonatstief von letzter Woche von 114,55 gegenüber dem Dollar steigen.

Pfund stabil trotz nachlassender Konsumausgaben
Das Pfund zeigte Anzeichen von Widerstandsfähigkeit, obwohl die britischen Verbraucher im September vorsichtiger waren. Nach einer ausgedehnten Ausgabenwelle im Sommer drosselt der britische Verbraucher seine Ausgaben wieder. Das bedeutet, dass sich die britische Wirtschaft nicht so sehr auf den britischen Verbraucher verlassen kann, um die Brexit-Widerstände abzuschwächen. Die Geschäfte berichteten, dass die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr im vergangenen Monat um 0,7% gestiegen sind. Dies wäre der langsamste Anstieg seit Oktober letzten Jahres. Nach der Hitzewelle im Sommer und der Weltmeisterschaft, die die Verbraucher auf die Straßen brachte, war eine Verlangsamung der Ausgaben zu erwarten, da die Verbraucher ihre Budgets ausgleichen.

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