Welthandel & Italienische Schuldenlast. Europa eröffnet höher

London Capital Group: Ein weiterer Rekordtag an der Wall Street und abnehmende Handelsspannungen sind die Voraussetzungen für einen positiven Start in Europa. Anzeichen dafür, dass Kanada in dieser Woche dem neuen NAFTA-Deal mit den USA und Mexiko beitreten wird, haben die Nachfrage nach US Blue-Chips hochgehalten. Der S&P 500 erreichte am Dienstag erstmals 2900.

An den europäischen Aktienmärkten wird nicht erwartet, dass neue Rekordstände gebrochen werden. Ein Teil des Optimismus über das Abkommen zwischen den USA und Mexiko hat sich in Besorgnis über die Verschuldung Italiens verwandelt. Mexiko erreicht eine einvernehmliche Lösung mit den USA, insbesondere in der Automobilindustrie, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Europa ein ähnliches Ergebnis erzielt. Die positiven Branchennachrichten verheißen Gutes für die jüngst unter Druck geratenen Automobilaktien wie Volkswagen und Citroen Peugeot.

Die Sorgen über das Engagement einiger europäischer Banken in Italien sind beunruhigend, die ähnlichen Befürchtungen in Bezug auf die Türkei auf dem Fuße folgen. Die Äußerungen des stellvertretenden Ministerpräsidenten über die Überschreitung der Obergrenze von 3 % bei den öffentlichen Defiziten bestätigen, dass die neue populistische Regierung Italiens noch weniger steuerlich verantwortlich ist als ihre Vorgänger. Die politischen Aufregungen in Italien in Verbindung mit der hohen Schuldenlast sind ein wesentlicher Risikofaktor für europäische Aktien in der zweiten Jahreshälfte 2018.

Der Schwerpunkt für die Devisenmärkte wird die zweite Schätzung für das US-BIP sein. Einige Schätzungen gehen von einem Wachstum in den USA von bis zu 4,6% aus. Höher als erwartete Wachstumsdaten könnten nach einer kleinen Schwächephase eine gewisse Rückkehr der Nachfrage nach dem Dollar erwarten lassen.

Jede Nachricht über die Teilnahme Kanadas an einem neuen NAFTA-Deal sollte den Loonie stärken, da der USDCAD seit Juni auf dem niedrigsten Stand notiert.

 

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