Rückenwind für die Wertpapier-Rente
Mit Wertpapieren für das Alter vorzusorgen, halten viele Verbraucherinnen und Verbraucher für eine gute Idee und wünschen sich dabei staatliche Unterstützung. Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag der Postbank sprechen sich knapp 70 Prozent der Befragten dafür aus, dass der Staat die Geldanlage in Wertpapiere fördert – vorausgesetzt, sie dient der privaten Altersvorsorge.
Besonders groß ist die Zustimmung unter jenen, die bereits privat vorsorgen. In dieser Gruppe unterstützen sogar 79 Prozent die staatliche Förderung.
„Die Ergebnisse unterstreichen den Wunsch vieler Menschen, ihre Altersvorsorge ertragreicher zu gestalten. Gleichzeitig gilt: Aktien und Fonds unterliegen Kursschwankungen – auch Verluste sind möglich“, erklärt Michael Koschatzki von der Postbank.
Laut dieser Erhebung vom Juli 2024 würden 58 Prozent der Erwerbstätigen ein solches Depot als Anreiz sehen, erstmals oder verstärkt in Wertpapiere zu investieren. Besonders bemerkenswert: Fast jeder zweite Befragte (47 Prozent), der bislang keine Wertpapiere zur Altersvorsorge nutzt, würde durch die staatliche Förderung motiviert, erstmals in Fonds oder Aktien zu investieren.
„Eine staatliche Förderung könnte helfen, die aktienbasierte Altersvorsorge breiter zugänglich zu machen“, meint der Postbank Experte.
Aktuell plant die Bundesregierung, eine sogenannte Frühstart-Rente einzuführen. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren frühzeitig an die Geldanlage mit Wertpapieren heranzuführen. Vorgesehen ist, dass staatliche Einzahlungen von monatlich zehn Euro ein entsprechendes Depot unterstützen – viele Details sind jedoch noch offen.
Auch dieses Konzept stößt laut Postbank Umfrage auf breite Zustimmung in der Bevölkerung: 68 Prozent der Befragten befürworten eine staatlich geförderte Wertpapier-Rente für den Nachwuchs.
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