Iran-Krieg treibt Inflation im Euroraum auf 3,2 Prozent
Der Ölpreisanstieg infolge des Iran-Krieges lässt die Inflation im Euroraum weiter steigen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Mai um durchschnittlich 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte.
Im April war die Inflationsrate bereits auf 3 Prozent geklettert. Angetrieben wurde die Inflation im Mai durch stark gestiegene Energiepreise, die im Jahresvergleich um 10,9 Prozent zulegten. Dienstleistungen verteuerten sich um 3,5 Prozent, die Preise für Lebens- und Genussmittel stiegen um 2 Prozent.
EZB ist handlungsbereit
Die EZB-Direktorin Isabel Schnabel hatte zuvor ebenfalls gesagt, dass sie eine Zinserhöhung im Juni für nötig halte. Die Ökonomin stellte aber auch klar, dass sich die Zentralbank niemals vorab festlege. Der Schock arbeite sich allerdings durch die Wirtschaft und treibe die Inflation über „einen beträchtlichen Zeitraum“ vom Zielwert der Notenbank weg, betonte Schnabel.
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