Neue Einzelheiten zu Zöllen stoppen Markterholung

London Capital Group: Die Märkte verdauen neue Angaben zu den Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China. Das Büro des US-Handelsvertreters hat eine genaue Liste mit chinesischen Importen veröffentlicht, für die Zölle anfallen könnten. Die chinesische US-Botschaft hat bekannt gegeben, dass sie mit einer Maßnahme derselben Art bzw. vielleicht mit genau derselben Maßnahme reagieren wird. Erneute Bedenken im Zusammenhang mit einem Handelskrieg stoppen die aufkommende Erholung, die am Dienstag begonnen hatte.

Die Wall Street schloss am Dienstag stark, aber die eskalierten Handelsspannungen zeigen, dass sich dass nur begrenzt auf Europa auswirken wird.

Die Händler wurden wieder zurück zu den üblicherweise hochfliegenden Technologieaktien gelockt, die zu Schnäppchenpreisen zu haben waren. Das fehlende Vertrauen in die kurzfristige Richtung des Technologiesektors sollte das Aufwärtspotenzial des Marktes begrenzen. Amazon muss noch auf die Anschuldigungen von US-Präsident Trump reagieren, dass es nicht mit „einheitlichen Wettbewerbsbedingungen“ agiert, da da Unternehmen niedrige Steuern zahlt und mit der Post einen Deal abgeschlossen hat. Mark Zuckerberg von Facebook muss immer noch den Anwälten gegenüber hinsichtlich des Datenskandals seines Unternehmens aussagen.

Am Mittwoch werden die Statistiken zur Inflation in der Eurozone zeigen, ob die Preise im März nach einer mehrmonatigen Verlangsamung angezogen haben.

Erwartet wird, dass der VPI der EZ im März 1,4% gestiegen ist, gegenüber 1,1% im Februar, während die Kernpreise von 1,0% auf 1,1% gehen dürften.

Die Inflation muss sich in unmittelbarer Nähe zu ihrem Ziel der EZB von 2% befinden, damit die Straffungspolitik gerechtfertigt ist.

Später werden die US ADP-Löhne einen ersten Eindruck zum US-Arbeitsmarkt im März vermitteln, aber das Lohnwachstum vom Freitag bleibt der Hauptfokus für die Märkte und ihre Erwartungen an die Inflation.

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