Situation hat sich für die Händler beruhigt

London Capital Group: Die Anlegerstimmung ist deutlich besser geworden. Da die Sorgen vor einem Handelskrieg nachlassen und die Spannungen mit Russland auftauen, konnten die Händler an der Wall Street sich auf die starken Ergebnisse großer Unternehmen konzentrieren. Mehr Ergebnisse, die die Erwartungen übertrafen, führten zu einem starken Schlusskurs des Dow bei 24.786, während der S&P 1,1% zulegte und der NASDAQ – unterstützt durch einen Anstieg von Netflix von 9% – um 1,7% anzog.

Die ruhigere Stimmung am Markt aufgrund nachlassenden Anlegersorgen im Zusammenhang mit militärischen Angriffen in Syrien und einem möglichen Handelskrieg zwischen den USA und China, zeigt sich im CBOE Volatilitätsindex (VIX), der auch als Angstmaß bekannt ist. Der VIX ging in der Vorsitzung über 8,5% zurück und handelt zum ersten Mal seit Mitte März unter 15. Das deutet an, dass sich die Märkte nach den letzten schwierigen Monaten beruhigt haben.

Da die geopolitischen Spannungen zumindest momentan nachlassen, konnte die US-Berichtssaison die Leere füllen und die Anleger beeindrucken, und dies, obwohl die Messlatte hoch angesetzt war. Netflix blieb nur knapp hinter 10% zurück, da die Anleger weiter auf die besser als erwartet ausgefallenen Abonnentenzahlen reagierten; auch die UnitedHealth Group zog nach einer positiven Überraschung um 4% an.

Wird der britische VPI das Pfund steigen lassen?

Das Pfund ist über Nacht wieder unter 1,43 USD gefallen, da die Anleger weiter die Lohndaten verdauen. Das Lohnwachstum erfüllte im März die Erwartungen der Pfundhändler und lag in diesem Monat auch über der Inflation. Die Märkte warten nun auf die britischen VIP-Daten, die am Mittwochmorgen veröffentlicht werden. Diese sollen erneut bestätigen, dass die Inflation auf dem richtigen Weg in Richtung des Ziels der Zentralbank bei 2% bleibt und dass es keine Anzeichen gibt, dass sie wieder auf die erhöhte Zahl von 3% zurückgeht, auf der sie zum Ende des letzten Jahres stagnierte.

Der GBP/USD fiel von seinem Hoch nach dem Brexit von 1.4377 USD auf 1.4283 USD. Anzeichen, dass die Inflation weiter nachlässt, könnten dem Sterling wieder einmal Auftrieb auf neue Hochs nach dem Brexit verleihen, da der Optimismus über den guten Zustand der britischen Wirtschaft die Aussicht erhöht, dass die Zinsen im Frühjahr angehoben werden könnten.

Inflationsdaten der Eurozone im Mittelpunkt

Der EUR/USD war in der letzten Sitzung erneut flau, da die deutschen Stimmungsdaten schwach ausfielen und der Dollar anzog, Der deutsche ZEW-Stimmungsindikator befand sich im April weiter im freien Fall, da die Bedenken um einen Handelskrieg die deutschen Exporte belasten. Die heutigen Inflationsdaten aus der Eurozone könnten Anzeichen auf einen Anstieg zeigen, nachdem sie im letzten Jahr eher schwach waren. Während der VPI auf annualisierter Basis bei 1,4% prognostiziert ist, wird auf Monatsbasis ein Anstieg von 0,2% auf 1% erwartet. Sollte das eintreten, könnte der EURUSD sich im frühen Handel wieder in Richtung 1,24 USD erholen.

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