US-Renditen fallen; Europa dürfte höher eröffnen

London Capital Group: Steigende Treasury-Renditen und eine negative Stimmung im Technologiesektor führten dazu, dass der Dow und der Nasdaq am Montag tiefer schlossen, während es der S&P schaffte, unverändert zu schließen. Während der Dow die vierte Sitzung in Folge auf einen Siebenwochentiefpunkt fiel, konnte der S&P genauso wie der allgemeine US-Markt seine Tiefstwerte hinter sich lassen, da die Renditen der zehnjährigen Papiere ihren Anstieg in Richtung der psychologisch wichtigen Schwelle bei 3% stoppten.

Alphabet übertrifft Erwartungen

Die Technologieaktien zeigten die schlechteste Performance im Sektor und verloren 0,4%, da sie nach Börsenschloss fielen, bevor Google-Mutterkonzern Alphabet seine Zahlen veröffentlichte. Aber die Anleger hatten keinen Grund, vor den Ergebnissen nervös zu sein, da Alphabet den Markt daran erinnerte, warum das Unternehmen für jedes Portfolio der Top Pick ist, und berichtete einen Anstieg bei den Quartalsgewinnen um 73%, was teilweise Gewinnen beim Werbeeinkommen zu verdanken ist.

Die auf Höchstwerte seit 2013 steigenden Renditen haben der Nachfrage nach US-Aktien geschadet, da höhere Zinsen die Kreditkosten für Unternehmen steigen lassen. Die Märkte sind jedoch nicht auf ein Korrekturniveau eingebrochen, so wie das Anfang Februar der Fall war, als die Renditen sich der 3%-Marke näherten, und das ist teilweise dem Timing zu verdanken.

Wir befinden uns inmitten einer soliden Berichtsaison und 82% der Unternehmen aus dem S&P 500, die bereits ihre Zahlen veröffentlicht haben, haben bisher die Erwartungen übertroffen, das steht im Einklang mit der Outperformance in den letzten Quartalen.

Einer durchwachsenen Sitzung an der Wall Street folgte eine hauptsächlich positive Sitzung in Asien über Nacht, unterstützt durch die anhaltende Lockerung der geopolitischen Spannungen und die Tatsache, dass der Optimismus wegen den Gewinnen anscheinend stärkeres Gewicht hatte als die geopolitischen Spannungen.

Die europäischen Börsen machen es Asien nach und dürften bei Eröffnung anziehen.

Dollar ließ Renditen über Nacht steigen

Der Dollar erreichte über Nacht ein Dreimonatshoch und erreichte einen Höhepunkt von 91,08 gegenüber einem Währungskorb, da die Renditen der US-Treasuries versuchten, die 3% zu durchbrechen. Die Renditen sind seitdem auf 2,95% gefallen, was den Dollar vor Eröffnung in Europa etwas nach unten gezogen hat.


GBP/USD erreicht Fünfwochentief

Der GBP/USD steigt leicht, nachdem er über Nacht bei 1,3918 USD ein Fünfwochentief erreicht hatte. Ohne anstehende wichtige Daten und ohne Schlagzeilen zum Brexit könnte es sich das Pfund weiter schwer tun, aus dem schwächeren Dollar Kapital zu schlagen. Unerhebliche Daten stehen in Form der Nettoverschuldung der Regierung und den CPI-Zahlen zur Unternehmensstimmung an.

EUR/USD schaut auf IFO-Stimmungsdaten

Auch der EUR/USD steigt vor Veröffentlichung der deutschen IFO-Unternehmensstimmungsdaten aufgrund von schwächeren US-Renditen. Das Paar erreichte bei 1,2185 USD ein 7,5-Wochentief, konnte aber seitdem die 1,22 USD wieder zurückerobern. Das Paar sieht weiter anfällig aus und könnte möglicherweise fallen, sollten die IFO-Zahlen hinter den Erwartungen zurückbleiben; da die ZEW-Stimmungsdaten letzte Woche negativ überraschten, ist das Potenzial hoch, dass wir enttäuscht werden.

Brent zielt auf 75 USD pro Barrel ab

Das Brentöl hat seinen höchsten Wert seit 2014 erreicht, unterstützt durch mögliche US-Sanktionen für den Iran. Die Anleger, die auf 75 USD abzielen, preisen neben den von der OPEC eingeleiteten Kürzungen eine weitere Straffung der Lieferung ein. Höhere Ölpreise dürften den wichtigen Ölunternehmen im FTSE bei Eröffnung Auftrieb verleihen.

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