Aktie der Woche: Autodesk – Kreativität aus Kalifornien

LYNX Broker: Als Aktie der Woche werfen wir einen Blick auf Autodesk. Autodesk ist ein global führendes Unternehmen im Bereich 2D- und 3D-Design-, Planungs-, Konstruktions- und Entertainmentsoftware. Bereits 1982 brachte Autodesk in Kalifornien seine erste CAD-Software auf den Markt. "CAD" steht für Computer-aided-Design and Drafting, also die softwaregestützte Erstellung von Entwürfen. Heute werden Konstruktionen, Gebäude, Architektur, Produkte und Anwendungen für die Media- und Entertainment-Industrie zuerst via Autodesk entworfen, visualisiert und im nächsten Schritt simuliert. Erst dann startet die Produktion. Der Konzern hat heute das breiteste Angebot an Lösungen zur Erstellung von digitalen Modellen und kann auf 9 Mio. Kunden weltweit verweisen. Autodesk wird von Carl Bass in der Funktion des CEO geleitet. Der Konzern hat seinen Sitz in San Rafael in Kalifornien.

 

Produkte und Segmente
Für Architektur und Gebäudetechnik wird die Technik ebenso genutzt wie in einem Luft- und Raumfahrkonzern, zum Beispiel bei der Tragflächenplanung. Ein weiteres Segment von Autodesk ist das Angebot von Verbraucherprodukten. Diese werden über das Internet vertrieben – unter anderem bei bekannten Internetvertriebsplattformen wie dem Apple App Store oder dem Google Play Store. Autodesk ist in die Segmente "Platform Solutions and Emerging Business (PSEB)", „Architecture, Engineering and Construction (AEC)“, „Manufacturing (MFG)“ und „Media and Entertainment (M&E)“ aufgegliedert (auch die letzten 15 Oscar-Gewinner in der Kategorie „Visuelle Effekte“ nutzten Software von Autodesk).

 

Die Programme haben Namen wie „AutoCAD“, „AutoCAD LT“, „AutoCAD Mechanical“, „AutoCAD Architecture“, „Autodesk Building Design Suites“. Die Anwender entwerfen, visualisieren und simulieren am Rechner. Auf diese Weise werden Fehler und Probleme bereits am Rechner entdeckt und können dort korrigiert werden. Dadurch können erhöhte Kosten, aufwändige Änderungen kurz vor Serienreife sowie Katastrophen bei der Fertigung verhindert werden.

 

Analysteneinstufungen und Wertpapiertransaktionen
Baird, Barclays, Credit Suisse, Mitsubishi, RBC Capital, UBS und Wedbush haben seit November 2015 Analysen zur Aktie von Autodesk angefertigt. Zwei Analysten stuften das Wertpapier mit „outperform“, drei mit „neutral“, einer mit „overweight“ und einer mit „Sector Perform“ ein. Im Schnitt sehen die sechs Analysten (die Analyse von Mitsubishi blieb ein Kursziel schuldig) ein Kursziel von rund 67,50 US-Dollar. Zum Zeitpunkt dieser Analyse ging das Wertpapier mit einem Kurs von 59,45 US-Dollar aus dem Handel an der NASDAQ.

Bei den Wertpapiertransaktionen von Insidern stehen in den letzten zwölf Monaten 45 Käufe mit einem Volumen von 9.842.145 Aktien 55 Verkäufen von insgesamt 512.288 Aktien gegenüber. CEO Carl Bass fiel mit einer Transaktion am 12.07.2016 im Wert von 1.467.704 US-Dollar auf – er versilberte zum Kurs von 56,00 US-Dollar pro Aktie seine zusätzliche Managementvergütung. Rechnet er also nicht mehr mit weiter steigenden Notierungen?

 

Die Aktie und ihre Aktionärsstruktur
Der Markt bewertet das Unternehmen Autodesk derzeit mit 13,34 Mrd. US-Dollar. Die Aktie kostete in den letzten 52 Wochen 65,78 US-Dollar im Hoch und 41,60 US-Dollar im Tief. Der Durchschnittskurs der letzten 250 Tage lag bei rund 55,00 US-Dollar. Auf Sicht von fünf Jahren ist die Performance des Wertpapiers mit rund 71 Prozent zwar mehr als akzeptabel, doch der NASDAQ 100 schaffte im gleichen Zeitraum rund 98,5 Prozent. Dieser Vergleich zur Benchmark macht das Wertpapier also sogar zum Underperformer. Die Aktien von Autodesk sind an der NASDAQ mit dem Symbol „ADSK“ handelbar und bereits am 02. Januar 1985 ging das Unternehmen an die Börse. Heute ist Autodesk Mitglied im NASDAQ 100.

 

Rund 226,20 Mio. Aktien sind ausstehend. Die größten institutionellen Aktionäre sind Vanguard Group mit 8,79 Prozent, Fidelity Management and Research Company mit 7,19 Prozent, ClearBridge Advisors mit 6,85 Prozent, Eminence Capital mit 5,82 Prozent, Sachem Head Capital Management mit 5,74 Prozent, Blue Ridge Capital Holdings mit 4,44 Prozent, Capital World Investors mit 4,22 Prozent, Soroban Capital Partners mit 4,02 Prozent, State Street mit 3,80 Prozent und Loomis Sayles & Company mit 3,59 Prozent. Allein diese Top-Ten-Anteilseigner vereinen 54,46 Prozent der Autodesk-Aktien auf sich.

 

Fundamentaldaten zur Aktie von Autodesk
Im Geschäftsjahr 2016 (bilanziert wird bei Autodesk zum 31.01. gemäß US-GAAP in US-Dollar) wies der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 2,5 Mrd. US-Dollar aus (2015: 2,5 Mrd. US-Dollar, 2014: 2,3 Mrd. US-Dollar, 2013: 2,3 Mrd. US-Dollar und 2012: 2,2 Mrd. US-Dollar). In den letzten Jahren konnte der Konzern demnach den Umsatz nicht nur halten, sondern weiter steigern. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag für 2016 bei 20,3 Mio. US-Dollar. Für 2016 wurde ein Jahresverlust in Höhe von 330,5 Mio. US-Dollar ausgewiesen (2015 stand noch ein Jahresüberschuss in Höhe von 81,8 Mio. US-Dollar in den Büchern, 2014: 228,8 Mio. US-Dollar, 2013: 247,4 Mio. US-Dollar und 2012: 285,3 Mio. US-Dollar). Das Nettoergebnis je Aktie betrug 2016 -1,3312 US-Dollar. Dividenden zahlt Autodesk nicht – der Aktionär partizipiert allein an der Kursentwicklung. Im Geschäftsjahr 2016 beschäftigte das Unternehmen gemäß Bilanz 9.500 Mitarbeiter. 1,4 Mrd. US-Dollar an liquiden Mitteln wurden für 2016 erklärt, das gezeichnete Kapital beträgt 1,8 Mrd. US-Dollar und die Verbindlichkeiten werden mit 3,9 Mrd. US-Dollar ausgewiesen.

 

Die Bilanzsumme liegt bei 5,5 Mrd. US-Dollar. Die Eigenkapitalquote betrug für das Geschäftsjahr 2016 rund 29,4 Prozent. In den Bilanzprognosen für 2016 und 2017 werden Umsätze in Höhe von 1,99 und 2,30 Mrd. US-Dollar angeführt. Das EBIT soll sich 2016 (bei Autodesk das Geschäftsjahr 2017) mit 222,70 Mio. US-Dollar im Minus befinden, 2017 (Geschäftsjahr 2018) sollen es 32,59 Mio. US-Dollar sein. Für 2016 könnte ein Verlust in Höhe von 0,827 US-Dollar je Aktie anfallen und auch 2017 könnte mit 0,05 US-Dollar je Aktie ein Verlust zu verbuchen sein. Der Cashflow je Aktie soll 2016 bei 0,265 US-Dollar und 2017 bei 2,25 US-Dollar liegen. Das Nettovermögen je Aktie soll 2016 bei 3,92 US-Dollar liegen und 2017 auf 2,30 US-Dollar absinken. Der Nettogeldbestand des Konzerns soll 2016 619,41 Mio. US-Dollar betragen und sich 2017 auf 774,50 Mio. US-Dollar erhöhen.

Am 25. August 2016 können die Aktionäre mit der Vorlage der neuesten Quartalszahlen rechnen. Das definitive Datum zur Ausgabe der Quartalszahlen wird aber erst kurzfristig auf der Unternehmenswebsite bekanntgegeben. Für das zweite Quartal geht die Geschäftsführung von Einnahmen von 500 bis 520 Mio. US-Dollar aus. Das EPS wird sich im Bereich von 0,63 bis 0,73 US-Dollar einpendeln.

 

Aktie: Autodesk (USD)

Die Aktie von Autodesk entwickelte sich in den vergangenen fünf Jahren recht gut. Von rund 27,50 US-Dollar ging es zeitweise bis auf über 65,00 US-Dollar und der Schlusskurs der Vorwoche lag knapp unter 60,00 US-Dollar. Der Weg nach oben war jedoch sehr steinig und immer wieder gab der Wert recht stark nach, bevor neue Hochs erreicht werden konnten. Nicht nur einmal mussten Rückschläge von 30 Prozent und mehr verkraftet werden, was ein sinnvolles Stop-Management recht schwierig machte. Auf kurzfristigerer Ebene boten sich jedoch teilweise etwas bessere Möglichkeiten, wobei der zeitliche Horizont oft nicht mehr als wenige Wochen sein durfte. Es sollte auch in der Zukunft nicht davon ausgegangen werden, dass der Wert sich zu einem langfristigen Investment entwickelt, denn an der starken Volatilität wird sich voraussichtlich nicht viel ändern.

 

Ein sinnvolles Stop-Management mit nachziehenden Stops ist somit nur schwer möglich. Wenn, dann besteht die Chance, den Fokus auf kurzfristiger Ebene zu behalten. Es sollte aus aktueller Sicht realistisch sein, dass bei Kursen oberhalb von 55,00 US-Dollar weitere Hochs in Richtung 65,00 US-Dollar eintreten könnten. Käufe mit diesem Ziel sind somit durchaus denkbar, wobei mit dem Erreichen des Ziels in den kommenden vier bis sechs Wochen zu rechnen sein sollte. Erneute Kurse unter 50,00 US-Dollar würden den aktuellen Long-Vorteil relativieren und eine neue Analyse sollte vorgenommen werden.

 

Chart

 

 

Aktie im Fokus: Vonovia ? Nächstes Ziel 40 Euro?

Aktien Snapshot: BMW AG – Jetzt einsteigen?

Aktien Snapshot: BASF – Vor dem Ausbruch nach oben?

Aktie im Fokus: Apple – Erwartungen gehen über Fakten!

Aktie im Fokus: Bayer – Schnäppchen mit Schönheitsfehler

Aktien Snapshot: Volkswagen erhöht Absatzprognose

 

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