Goldpreis bleibt wie erwartet gefangen

Im Goldpreis  nichts Neues. Wie erwartet fluktuiert der Goldpreis weiterhin innerhalb des technischen, bullischen Dreiecks. Auch das FOMC-Protokoll stellte erstmal keinen großen Impuls dar, trotz eines stark zurückgefallenen US-Dollar Index. Möglicherweise liegt das jedoch weniger an dem FOMC-Protokoll, sondern an den Aussagen von FED-Mitglied Dudley. Dudleys Aussagen nach hängt alles wie immer an US-Daten.

US-Dollar Index fällt weiter
In der vergangenen Woche stand die US-Konjunktur nicht im besonders gutem Licht dar. Die Arbeitsproduktivität sowie die Einzelhandelsumsätze haben den US-Dollar Index zum Fallen gebracht. Dieser Trend setzt sich in dieser Woche fort, trotz robuster Daten aus dem Immobilienmarkt und einer anziehenden Industrieproduktion. Marktteilnehmer sind sich unsicher über den weiteren Verlauf bei den Zinsanstiegen und werten die Wahrscheinlichkeit auf baldige Erhöhung aufgrund der Unsicherheiten innerhalb der FED ebenso als gering ab.

FOMC-Protokoll zeigt Uneinigkeit innerhalb der FED
Das FOMC-Protokoll der letzten Sitzung zeigt, dass sich viele FED-Mitglieder unsicher sind, wann der nächste Zinsschritt zu tätigen ist. Einige gehen davon aus, dass eine steil steigende Inflation dazu führen kann, die Wirtschaft abzuwürgen. In diesem Fall hätte die FED keine Mittel mehr um dagegen zu halten, denn die kurzfristigen Zinsen sind bereits sehr tief. Eine baldige Erhöhung wäre daher sinnvoll.

Andere hingegen sind der Meinung, dass die langfristigen Zinsen aktuell zu tief sind. Würden kurzfristige schneller steigen als langfristige, könnte das zu einer inversen Zinskurve führen und zu einem wirtschaftlichen Kollaps. Die Reden von FED-Mitgliedern Dudley und Bullard tragen zu der Unsicherheit bei und machen wieder einmal deutlich, dass hier zwar offiziell alles datenabhängig erscheint, inoffiziell man sich aber über andere Dinge sehr wohl Gedanken macht. Das werten Marktteilnehmer zunächst contra Zinsanstieg.

Prognose
Dennoch ist es auffällig, dass der Goldpreis nicht auf den viel schwächer werdenden US-Dollar reagiert. Das zeigt, was wir bereits schon einmal angedeutet haben. Der Goldpreis ist eine Währung für sich und im aktuellen Niedrigzinsumfeld, als erstes von der Geldpolitik in den USA abhängig. Möglicherweise ist hier aber auch der Einfluss eines schwachen Umsatzmonats zu sehen. Der schwache US-Dollar sollte sich früher oder später auswirken, wie er es immer tut, denn bewertet wird der Goldpreis nun mal in US-Dollar.

Der Fokus soll daher weiterhin auf einen möglichen Ausbruch aus dem Dreieck liegen. Vorher ist kein Bedarf zur Aktion. Anzumerken ist, dass das Dreieck aus der technischen Perspektive, aktuell noch als Fortsetzungsformation zu werten ist, also bullisch.

 

Chart: Goldpreis (täglich, Dollar)

 

 

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