Wochenanalyse Dow Jones und S&P 500: Gewinnmitnahmen drücken die WallStreet

RoboForex: Der DOW Jones befindet sich wie auch der S&P 500 auf Rekordniveau und konnte sich auch in der vergangenen Handelswoche nahe seinen Allzeithoch halten. Die breite an Indikatoren deutet nach der senkrechten Rally in den letzten Wochen auf eine überhitzte technische Situation hin, weshalb Anleger zunächst mit einer Abkühlung rechnen sollten. Dass ein Großteil von der Dynamik der Bewegung überrascht worden ist spricht mittelfristig aber für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung und weitere Allzeithochs. Dafür sprechen zum einen die robusten Quartalsergebnisse der US-Unternehmen und zum anderen die Tatsache, dass viele Anleger noch Cash in der Hinterhand haben und bislang nicht investiert sind. Diese dürften einen Pullback nutzen um noch in den Markt zu kommen.

 

Übergeordnete Marktsituation DOW Jones

Der DOW Jones notiert weiterhin im grünen Bereich, weshalb Anleger mittelfristig von weiter steigenden Notierungen ausgehen können bzw. müssen. Sicherlich gibt es weiterhin viele Risiken die das Potenzial haben, die Kurse auch in die andere Richtung zu schicken. Wer sich deshalb aber an der Seitenlinie platziert und an der Rally nicht partizipiert lässt viele Punkte auf der Strecke und schadet damit langfristig auch seinem Depot. Trotz der neuen Rekordstände sollte man als Anleger weiterhin aktiv dabei sein und Chancen suchen und nutzen, denn es gibt einige Unternehmen die weiter fair bewertet sind und noch Nachholbedarf haben. Sicherlich weniger als vor vier Wochen aber immer noch genug, um mit Aktien langfristig eine ansprechende Rendite zu erzielen.

 

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Kurzfristig könnte eine Korrektur Anlegern zudem neue Opportunitäten eröffnen. Auch wenn man bislang nicht an der Rally beteiligt war sollte man nicht verdrossen wegschauen und auf den nächsten Crash warten. Mit einem neuen Allzeithoch hat der Markt ein klares Signal geliefert und dieses Signal spricht nicht für einen schnellen Crash.

 

Gewinner und Verlierer der letzten Handelswoche:

Starke Ausreißer ergaben sich in der vergangenen Woche bei den im DOW Jones gelisteten Aktien nicht. Lediglich Microsoft konnte aufgrund guter Quartalszahlen einen deutlichen Gewinn auf Wochenbasis verzeichnen und um knapp 7 Prozent zulegen. Daneben wussten noch Cisco System und McDonalds mit einem Gewinn von 4,8 bzw. 3,7 Prozent zu überzeugen. Weitere Gewinner waren unter anderem Visa mit einem Plus von 2 Prozent und Du Pont mit einem Gewinn von 1,89 Prozent. Zu den Verlierern gehörten General Electric, Walt Disney und Nike. Alle drei verzeichneten auf Wochensicht einen Kursrückgang von 2 bis 2,5 Prozent. Daneben gaben auch die Unternehmen aus dem Energiesektor in der vergangenen Handelswoche ab. Chevron und Exxon Mobil gingen mit einem Verlust von 1,2 Prozent aus dem Handel.

 

Ausblick für den DOW Jones:

Wie auch beim S&P 500 besteht beim DOW kurzfristig Korrekturpotenzial aufgrund sehr heiß gelaufener Notierungen. Die Umsetzung dieses Szenarios würde unterhalb von 18.460 Punkten beginnen, da der dortige Unterstützungsbereich dann bearish aufgelöst wäre und keinen Halt mehr bieten würde. Oberhalb des Allzeithochs bei 18.640 bestünde Potenzial für eine Rallyfortsetzung. Hierbei wird insbesondere die Eröffnung am Montag interessant. Eröffnet der DOW im Plus, stünde sofort ein Test des Allzeithochs und des damit einhergehenden Vorwochenhochs auf der Agenda. Bei einer Eröffnung im Minus steht der Test des Unterstützungsbereiches im Fokus. Gleich zu Beginn der kommenden Handelswoche stehen also wichtige Entscheidungen an.

 

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S&P 500 Analyse – Pullback und Fortsetzung des Bullenmarktes?

Der S&P 500 notiert derzeit nahe seinem neuen Allzeithoch bei 2.176 Punkten. Im Verlauf der letzten Handelswoche verlor der S&P 500 allerdings zunehmend an Dynamik und konnte das Vorwochenhoch nur um 2 Punkte überschreiten. Gute Quartalszahlen aus dem Technologiesektor konnten ebenfalls nicht für nachhaltiges bullishes Momentum sorgen. Kurzfristig erhöht sich somit das Potenzial für Gewinnmitnahmen und eine Korrektur am US-Aktienmarkt. Dafür spricht auch, dass der Markt sich im Hinblick auf die Sitzung der US-Notenbank FED in der kommenden Woche abwartend präsentieren dürfte.

 

Übergeordnete Marktsituation S&P500

Der als Weltleitindex bekannte S&P 500 konnte in den vergangenen Handelswoche seine Rekordjagd zwar nicht fortsetzen, notiert aber immer noch in der Nähe seines Allzeithochs. Dennoch scheint eine Fortsetzung der senkrechten Rally ohne ein Durchatmen unwahrscheinlich. Eine Korrektur könnte eine Einstiegsmöglichkeit für bisher nicht investierte Anleger bieten. Aufgrund der Tatsache, dass die Dynamik und das Allzeithoch für viele Anleger recht überraschend waren, dürfte noch einiges an Cash bei Anlegern und Investoren im Köcher sein. Dieses Geld will in einen Bullenmarkt investiert sein. Gleiches gilt in der Regel für Fonds, da es sich schlecht verkaufen lässt wenn der Aktienmarkt neue Allzeithochs markiert und das Fondsvermögen nicht zum Großteil investiert wird. Nach einer kurzen Korrektur besteht also durchaus die Möglichkeit, dass dieser Bullenmarkt fortgesetzt wird.

 

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Ausblick für den S&P500:

Wenn man für die kommende Handelswoche von einer Korrektur ausgeht, sollte man das Sprichwort „Alles kann, nichts muss“ im Hinterkopf behalten. Die kommende Woche beinhaltet neben der FED und BoJ-Sitzung auch viele interessante Wirtschaftsdaten und eine andauernde Berichtsaison. Es besteht also ein großes Potenzial für neue bullishe Impulse und eine neue Rallybewegung. Sofern sich eine Korrektur aber durchsetzt und sich der technisch überhitzte Markt abkühlt, wären die oben eingezeichneten Korrekturlevel für Anleger interessant. Am 23,6er-Retracement befindet sich das Hoch vor dem Brexit-Votum. In Verbindung mit dem Retracement könnte hier bereits die erste Stabilisierung einsetzen. Die nächste Möglichkeit bietet das 38,2er-Retracement mit den beiden Hochs vom 01.07. und 07.07. bei 2.110 Punkten.

 

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Insgesamt ist davon auszugehen, dass die Korrektur nicht allzu weit gen Süden läuft, da bei leichteren Notierungen mit verstärktem Druck auf der Käuferseite zu rechnen ist. Jeder der bislang von der Rally nicht profitiert hat, möchte so schnell wie möglich dabei sein und wird daher auch Korrektur früh für einen Einstieg nutzen. „Buy the Dip“ könnte in der kommenden Woche wohl der häufigste Handelsansatz sein.

 

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Im Stundenchart ist bei rund 2.175 Punkten eine Tripple-Top-Formation für die vorübergehende Topbildung verantwortlich. Mit einer zeitnahen Fortsetzung der Rally müssten sich Anleger also erst auseinandersetzen wenn dieser Bereich bullish aufgelöst wird. Dass die Tiefpunkte (blaue Trendlinie) eine leicht aufsteigende Tendenz haben, macht dieses Szenario wie oben bereits beschrieben nicht unwahrscheinlich, aber auch nicht zum Haupthandelsszenario für die kommende Woche. Dennoch sollte man als Anleger stets einen Alternativplan in der Tasche haben um auf Eventualitäten vorbereitet zu sein, mit denen man nicht gerechnet hat. Unterhalb des grünen Unterstützungsbereiches und der blauen Trendlinie wäre eine Ausdehnung der Korrektur wahrscheinlich und die Unterstützungen aus dem H4-Chart rücken auf die Agenda.

 

 

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