Aktie im Fokus: RWE – Korrektur oder Bodenbildung?

ETX Capital: Neben den Banken sind die Versorger der heißeste Bereich aus dem DAX30-Index. Die Baisse, in der RWE und E.ON nun schon seit Jahren stecken, könnte die Aktien für Langfristinvestoren völlig unattraktiv gemacht haben und so ist momentan die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die beiden Wertpapiere mehr oder weniger zum Tradingvehikel für kurzfristig orientierte Akteure geworden sind. Das Resultat dieser Entwicklung könnte sein, dass sich nach den Verkaufswellen der Vergangenheit aus charttechnischer Sicht eine solide Bodenbildungsformation herauskristallisiert hat. Der charttechnische Deckel der Bodenbildungsformation wurde im Monat Juli nach oben durchbrochen. Momentan befindet sich der Kurs von RWE in einer technischen Korrektur.

 

Rücksetzer nutzen

Für kurzfristig orientierte Trader könnte ein Rücksetzer des Kurses in den Bereich um die Marke von 14 Euro interessant sein. Denn bei 14 Euro stieße der Kurs dann auf das ehemalige Ausbruchniveau und es könnte sich Gegenwehr von den Bullen zeigen. Sollte der Kursausbruch aus der breit angelegten Bodenbildungsformation erfolgreich verteidigt werden können, dann hätte die Aktie von RWE das Potential, schnell bis an die Marke von 16,50 Euro zurückzulaufen. Hier befindet sich das letzte Swing-Hoch des Aktienkurses von RWE. Sollte der Kurs auf Schlusskursbasis unter die Marke von 13 Euro laufen, dann wäre das Long-Setup negiert.

 

Ein weiteres Trading-Setup könnte sich auf der Oberseite des Kurses befinden. Denn wenn die Aktie die laufende Korrektur frühzeitig abbricht und über die Marke von 15,57 Euro läuft, dann wäre der kurzfristige Abwärtstrendkanal gebrochen und der Kurs hätte ebenfalls Luft bis zur Marke von 16,50 Euro zu laufen.

 

Longpotenzial bei RWE

Ein mögliches Fazit aus der Chartanalyse der RWE-Aktie könnte sein, dass sich mit dem Ausbruch aus der breit angelegten Bodenbildungsformation wieder vermehrt Chancen auf der Long-Seite ergeben könnten. Da der Ausbruchversuch von RWE noch jung ist, sollte die wichtige Marke von 14 Euro im Auge behalten werden. Unter diese Marke darf der Kurs von RWE nicht nachhaltig, also auf Schlusskursbasis, fallen. Mittelfristig könnte das Kurspotential aufgrund der fundamentalen Situation bei den Versorgern limitiert bleiben. Ein mittelfristiges Kursziel könnte die langfristige Abwärtstrendlinie sein, die momentan bei cirka 23 Euro verläuft.


Autor: Oliver Bossmann

 

 

Hinweis der Redaktion: Überblick über den RWE Insiderhandel von 2007 bis 2016

 

 

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