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12. Januar 2018

EUR/USD: Tag der Abrechnung für den US-Dollar?

  • Schwedische Inflation scheint vor den US-Daten im Fokus zu stehen
  • US-Daten: VPI und Einzelhandelsumsätze werden veröffentlicht
  • Mehrere Reden von Zentralbankmitgliedern stehen ebenfalls auf der Agenda

XTB: Der US-Dollar war in letzter Zeit von einer bemerkenswerten Volatilität geprägt. Der Beginn der Woche war recht vielversprechend, allerdings verschlechterte sich die Stimmung deutlich durch die Meldungen aus China bezüglich des US-Anleihemarkts. In der Tat sah der EURUSD ein paar Schwankungen nach oben und nach unten, war aber letztendlich in der Lage sich oberhalb der 1,20-Marke einzupendeln.

Somit könnten die Daten vom heutigen Freitag der letzte Ausweg für den USD sein, zumindest wenn er von seinem bullischen Momentum wenigstens etwas zurückgewinnen will. Bevor die US-Daten veröffentlicht werden, erhalten wir aber auch die Inflationsdaten aus Schweden, die ebenfalls eine wichtige Rolle spielen könnten.

9:30 Uhr - Schwedischer Verbraucherpreisindex:
Die skandinavischen Währungen hatten ein paar harte Wochen, da Händler sich überwiegend über die Risiken der Immobilienmärkte Sorgen machten. In der Zwischenzeit beschloss die Riksbank, ihr QE-Programm im Dezember zu beenden (Fortsetzung der Reinvestitionspolitik), während der Bericht vom letzten Monat eine etwas schärfere Haltung der Zentralbankmitglieder aufzeigte.

Infolgedessen bekam die schwedische Währung einen Schub und könnte möglicherweise bereit sein, sich weiter gegen den schwächelnden US-Dollar zu engagieren. In dieser Hinsicht scheint der Inflationsbericht außerordentlich wichtig zu sein, um die Aufwärtsbewegung bei der SEK aufrecht zu erhalten. Die Märkte prognostizieren für Dezember einen Wert von 1,9% im Jahresvergleich und 2,0% im Monatsvergleich.

14:30 Uhr - US-Daten: Verbraucherpreisindex und Einzelhandelsumsätze:
Der Start ins neue Jahr gestaltet sich für den US-Dollar bisher schwierig, da er nach mehreren Handelstagen fast die schwächste Währung im G10-Korb ist (nur der Schweizer Franken performte bis jetzt noch schlechter). Während der EURUSD sich dem höchsten Stand seit Dezember 2014 nähert, könnten Dollar-Währungshändler noch auf eine Wiederbelebung der US-Währung hoffen.

Sollten die Daten die Prognosen eindrucksvoll übertreffen, könnte noch Hoffnung bestehen, allerdings wird dies keine leichte Aufgabe sein. Wir haben am Donnerstag bereits eine EPI-Veröffentlichung gesehen, die deutlich unter den Markterwartungen lag. Auch wenn der VPI und der EPI nicht stark miteinander korrelieren, verheißt es für den Bericht nichts Gutes.

Bei der Kernrate erwarten die Märkte einen Wert von 1,7% im Jahresvergleich, bei der Headline 2,1%. Abgesehen von der Inflation wird es auch die Einzelhandelsumsätze für Dezember geben. Bei der Headline, als auch für die Umsätze ex. Gas und Autos, werden 0,4% prognostiziert. Dennoch besteht die Gefahr, dass der harte Winter den Absatz des vergangenen Monats beeinflussen könnte.

Folgende Reden von Zentralbankmitgliedern stehen auf der Agenda:

  • 9:25 Uhr: Skingsley von der Riksbank
  • 17:30 Uhr: Weidmann von der EZB
  • 18:00 Uhr: Harker von der Fed
  • 20:15 Uhr: Rosengren von der Fed

EUR/USD Chart 12.01.2018

Der EURUSD (zum EUR USD Kurs Rechner) nähert sich dem höchsten Niveau seit Dezember 2014. Sollten die US-Daten enttäuschen, wäre ein Durchbuch der 1,21-Marke nicht auszuschließen. Quelle: xStation 5

 

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