ING-Konzern mit weniger Gewinn
Der größte niederländische Finanzkonzern ING hat im vierten Quartal deutlich weniger Gewinn verbucht als im Vorjahr.
Höhere Betriebsausgaben und Belastungen für drohende Kreditausfälle hätten sich ausgewirkt, teilte das Geldhaus am Donnerstag mit.
Der Nettogewinn sank um rund 25 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro.
Auch im Gesamtjahr 2024 blieb der Überschuss mit 6,39 Milliarden Euro unter dem Vorjahreswert von 7,29 Milliarden Euro.
Der Gesamtertrag erreichte mit 22,62 Milliarden Euro die Unternehmensprognose von mehr als 22,5 Milliarden.
Das jährliche Aufwand-Ertrags-Verhältnis lag bei 53,6 Prozent. Die Eigenkapitalrendite nahm auf 13 Prozent zu.
Zu den Aussichten für 2025 erklärte Konzernchef Steven van Rijswijk: „Wir erwarten Erträge auf dem gleichen Niveau wie im vergangenen Jahr.“
ING Deutschland: Starkes Kundenwachstum – aber Gewinnrückgang
Trotz eines starken Kundenwachstums sank auch der Gewinn der deutschen Tochter.
Das Ergebnis vor Steuern von rund 2,12 Milliarden Euro und der Überschuss von gut 1,43 Milliarden Euro lagen um jeweils 14 Prozent unter den Rekordwerten von 2023.
Dies sei dennoch das zweithöchste Ergebnis in der 60-jährigen Unternehmensgeschichte, berichtete die ING Deutschland am Donnerstag in Frankfurt.
Als Grund für den Gewinnrückgang wurde eine steigende Kreditrisikovorsorge und ein geringerer Zinsüberschuss genannt.
Das Geschäft mit Firmenkunden soll ausgebaut werden: „Wir werden weiter daran arbeiten, unser Geschäftskundensegment zu einer dritten, tragenden Säule zu entwickeln“, sagte der neue Vorstandschef Lars Stoy, der von der Deutschen Bank kam.
Die Zahl der Privatkunden nähert sich 10 Millionen.
Ende 2024 zählte das Geldhaus gut 9,9 Millionen Kunden, 571.000 mehr als ein Jahr zuvor.
Dies sei für die Direktbank das stärkste Kundenwachstum seit mehr als 15 Jahren gewesen, hieß es.
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