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DAX-Ausblick – Auch nach der Rally bleiben die Börsen im Korrekturmodus

Trotz der fulminanten Erholungsrally zum Wochenschluss bleibt der Deutsche Aktienindex schwer angeschlagen.
 
FXCM: Die Volatilitätsindizes, die die erwartete Schwankungsbreite an den Aktienmärkten messen, auch Angstbarometer genannt, sind dies- und jenseits des Atlantiks nur wenig von ihren Jahreshöchstständen zurückgekommen, die Nervosität hat damit nur leicht abgenommen. Daher ist die Gefahr noch nicht gebannt, dass der DAX in den kommenden Wochen noch einmal Anlauf auf das neue Jahrestief bei gut 8.350 Punkten nimmt. Fundamental spricht immer noch nicht viel für den Kauf deutscher Aktien. Die Gegenbewegung am Donnerstag und Freitag war lediglich Schnäppchenjägern und kurzfristigen Spekulanten geschuldet. Damit sind die Papiere in sehr schwache und bei wieder fallenden Kursen schnell auf den Verkaufsbutton drückende Hände geraten.
 
Auf den ersten Blick mutet es so an, als wäre die Initialzündung für die Gegenbewegung von der Andeutung des regionalen FED-Gouverneurs James Bullards ausgegangen, die US-Notenbank könne weiter auf dem geldpolitischen Gaspedal bleiben. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, wird dieser Rückenwind schnell wieder abebben, eventuell gar ins Gegenteil umschlagen und einen nächsten Anstieg der Unsicherheit hervorrufen. Denn es geht hier auch um die Glaubwürdigkeit der FED, die bereits jetzt in Erklärungsnot kommen dürfte. Denn sie hat weiter noch keinen klaren Plan für einen bevorstehenden Zinserhöhungszyklus kommuniziert. Und das, obwohl das Programm „Quantitative Easing 3“ in diesem Monat ausläuft. Außerdem wurde die Grenze einer Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent, ab welcher man über eine Straffung der Geldpolitik zu diskutieren beginnen wollte, mit 5,9 Prozent bereits deutlich unterschritten.
 
Auf dieser Diskussion und Spekulation dürfte in der kommenden Woche der Hauptfokus liegen, die Verbraucherpreise aus den USA am Mittwoch und auch die Quartalszahlen von Apple am Montag dürften dagegen nur wenig Beachtung finden und für größere Impulse sorgen. Es wird noch einige Zeit dauern, bis die Börsen wieder in den normalen Modus zurückschalten, in welchem solche Nachrichten Beachtung finden. Aktuell gilt es erst einmal für die wichtigsten Märkte, einen Boden auszubilden. Der ist bei diesen heftigen Schwankungen, wie wir sie in der vergangenen Woche gesehen haben, noch nicht in Sicht.
 
Deshalb ist es aktuell auch nur schwer vorstellbar, dass der Deutsche Aktienindex nachhaltig zurück über 8.900 Punkte steigt. Viel wahrscheinlicher ist dagegen ein erneuter Test und Bruch des Jahrestiefs. Bei starker Unsicherheit und Abwärtsdynamik sind sogar Notierungen unter 8.000 Punkten einzukalkulieren.

 

 

Von Jens Klatt

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