EURUSD Analyse: EU Konjunkturdaten schwächeln

Admiral Markets: Der Zollstreit der USA mit China hat dem EUR in den letzten Tagen etwas Substanz gegeben. Nach wie vor ist völlig unklar, ob es zu einer Einigung kommt. Beide Seiten haben mittlerweile den Einsatz so erhöht, dass ein Kompromiss fast nicht denkbar ist. Insbesondere den Chinesen ist es wichtig, nicht das Gesicht zu verlieren. Dafür ist kein Einsatz zu hoch. Stand heute ist, dass die USA die Zölle auf bestimmte Waren erhöht haben, die Chinesen im Gegenzug Zölle auf amerikanische Produkte erhöht haben und die USA angekündigt haben, auf alle Waren zukünftig Zölle zu erhöhen.

Laut US Präsidenten ist es leicht Handelskriege zu gewinnen. Der Rest der Welt ist allerdings anderer Auffassung. Fakt ist, dass sich die weltweiten Rahmenbedingungen zunehmend weiter eintrüben. Die Zollfrage in Richtung der EU ist aktuell noch geklärt, es ist aber nicht auszuschließen, dass die USA auf europäische Autos Zölle erheben werden.

Die US befinden sich bereits jetzt im Wahlkampmodus, somit ist es auch hier wenig wahrscheinlich, dass sich Zugeständnisse einstellen.

In gut zwei Wochen wird das neue Europa Parlament gewählt, an denen auch die Briten teilnehmen werden. Nach dem letzten Stand der Umfragen wird die europafeindliche Partei die meisten Stimmen auf sich vereinigen. Damit dürfte dann dem letzten Optimisten klar sein, dass die Briten aus der EU aussteigen werden, im Zweifel auch ohne Abkommen. Wie lange allerdings die Hängepartie des Brexits noch andauern wird ist unklar.

 

EURUSD Analyse
EURUSD Analyse

 

 

EURUSD Rückblick (07.05.2019
– 14.05.2019)

Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,1204 und damit 15 Pips unter dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Der EUR bewegte sich bis Donnerstagmittag in einer engen Box seitwärts. Dann kam es zu einer dynamischen Bewegung in Richtung der 1,1240. Teile der Bewegung wurden zwar im Nachgang dessen ab verkauft, der EUR schaffte es aber, sich am Freitag übergeordnet über der 1,1230 zu halten. Zu Wochenbeginn setzte das Währungspaar eine weitere kleinere Duftnote.

Es ging am Montagnachmittag bis in den Bereich der 1,1263. Diese Bewegung war aber nicht nachhaltig – sie wurde im Nachgang wieder ab verkauft, der EUR setzte auf die Ausbruchsstelle zurück. Am Dienstag versuchte der EUR erneut die 1,1250 zu erreichen, scheiterte aber. Es ging am Nachmittag bis fast an die 1,1200 zurück.

Erst in diesem Bereich gelang die Stabilisierung, aber keine wirkliche Erholung.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt 2 Pips unter dem Level der Vorperiode. Der EUR hat es somit nicht geschafft, sich über die 1,1265 zu schieben. Auf der anderen Seite konnte er sich über dem Tief der Vorperiode halten und am Donnerstag auch verbindlich über der 1,1200 festsetzen. Der Wochenschluss lag erneut über diesem Level. Die Range war mit 90 Pips deutlich kleiner als in der Vorperiode und lag auch unter dem Jahresdurchschnitt.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1252/54 weiter bis an die 1,1259/61 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde um 2 Pips überschritten, das Setup hat damit nicht optimal gegriffen. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 1,1180/78 nicht an unsere nächste Anlaufmarke bei 1,1168/66. Hier haben 5 Pips gefehlt. Damit hat das Setup nicht gepasst.

  • Hoch*: 1,1263 Vorperiode: 1,1265
  • Tief*: 1,1173 Vorperiode: 1,1135
  • Wochenschluss: 1,1233 (1,1201)
  • Range*: 90 Pips Vorperiode: 130 Pips

*Betrachtungszeitraum 08.05.2019 – 14.05.2019 – Handelszeiten zwischen 08:00-22:00 Uhr

 

 

EURUSD: Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,1274….1,1300/33/74….1,1423/68…..1,1548/62/72
  • Euro-US: 1,1199/88/70/38/23/04…..1,1088/27….1,0955

Die wichtigen Marken auf Basis unseres Setups

  • Box-Bereich: 1,3039 bis 1,0504
  • Tagesschlusskurs-Marken: 1,1382 und 1,1028
  • Intraday-Marken: 1,1252 und 1,1107
  • Die Range: 1,3479 bis 0,9631

Zum EURUSD in den kommenden fünf Handelstagen:

Chartcheck – Betrachtung im 4h Chart:

Der EUR konnte sich am Freitag der letzten Handelswoche über alle Durchschnittslinien schieben. Damit hätte er die theoretische Chance gehabt weiter zu steigen. Am Dienstag ist er aber wieder unter die EMA200 (aktuell bei 1,1227) als auch unter die EMA20 (aktuell bei 1,1226) gefallen. Damit hat er seine Chance nicht genutzt weiter bis mindestens an die 1,1270/80 zu steigen. Aktuell stützt die EMA50 (aktuell bei 1,1204). Solange er über der EMA50 verweilt, könnte er wieder die EMA200/20 anlaufen. Da beide Durchschnittslinie relativ eng beieinander liegen, ist das aktuell ein Brett für den EUR. Optimal wäre es, wenn eine dynamische Bewegung wieder über diese beiden Linien geht und der EUR sich über der 1,1230 festsetzen könnte. Dann wäre es denkbar, dass er die Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen könnte.

Scheitert er aber und rutscht er unter die EMA50 so könnten sich erneute Rücksetzer einstellen, die übergeordnet bis an die 1,1110/00 gehen könnten. Je dynamischer die Abwärtsbewegung ist, desto unwahrscheinlicher wäre es, dass der Bereich bei 1,1110/00 hält. Sollten die 1,1100, auf Tagesschlussbasis, unterschritten werden, so könnte der EUR dann unsere übergeordneten Anlaufmarken bei 1,1050/1,0948 anlaufen.

Fazit:
Der EUR muss über der 1,1204 bleiben, um erneut die EMA200/20 anlaufen zu können. Darüber wäre dann Potential bis 1,1270/80. Aufhellen würde sich das Chartbild erst bei einem Tagesschluss über der 1,1290. Geht es unter die 1,1200, so könnte der EUR erneut die Tiefs bei 1,1110 anlaufen.

 

 

EURUSD-Setups in den kommenden fünf Handelstagen:

Long-Setup: Der EUR könnte zunächst versuchen, sich im Bereich der 1,1205 zu halten. Sollte dies gelingen, so könnte er versuchen, unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,1210/12, bei 1,1219/21 und dann bei 1,1224/26 zu erreichen. Denkbar ist, dass der EUR im Bereich der 1,1221/26 Probleme haben könnte weiter zu laufen. Eventuell läuft er sich an diesem Level auch müde, bzw. die Aufwärtsbewegung wäre in diesem Bereich beendet.

Wird der Bereich aber mit Dynamik und mit Momentum angelaufen, so könnte es auch direkt an unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,1231/33, bei 1,1242/44, bei 1,1252/54 und dann bei 1,1259/61 bzw. bei 1,1268/70 gehen. Sollte es in den nächsten fünf Handelstagen über die 1,1268/70 gehen, so wären unsere Anlaufziele bei 1,1282/84, bei 1,1295/1,1297 bzw. bei 1,1305/07 zu finden. Auch im Bereich der 1,1295/1,1307 könnte es zu einem Auslaufen der Bewegung kommen.

Über der 1,1305/07 wären unsere nächsten Anlaufziele bei 1,1314/16, bei 1,1322/24, bei 1,1331/33, und dann bei 1,1342/44 zu finden.

 

Short-Setup: Kann sich der EUR nicht über der 1,1205 halten, so könnten die Rücksetzer zunächst an die 1,1200/1,1198 und dann an die 1,1191/89 gehen. Bereits im Bereich der 1,1198/89 hat das Währungspaar Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Gelingen diese aber nicht, so könnten sich weitere Rücksetzer einstellen, die die 1,1180/78, die 1,1168/66, die 1,1157/55, die 1,1148/46 und dann die 1,1139/37 erreichen könnten.

Unter der 1,1139/37 wären unsere nächsten Anlaufmarken bei 1,1131/29, bei 1,1123/31, bei 1,1113/11 und dann bei 1,1105/03 zu finden. Bei ausgeprägter Schwäche wäre auch ein Erreichen der 1,1094/92, der 1,1087/85, der 1,1078/76 und der 1,1067/65 vorstellbar.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/abfwärts

 

Disclaimer

Diese Publikation liefert Markteinschätzungen, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 85 % der Retail Kunden verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Die Basisinformationsblätter („KID") zu den Handelsinstrumenten finden Sie hier (https://admiralmarkets.de/start-trading/kontoeroeffnung-leicht-gemacht/antraege-dokumente), den ausführlichen Hinweis zu Marktkommentaren hier und den ausführlichen Warnhinweis zu Handelsrisiken über folgenden Link: DISCLAIMER: https://admiralmarkets.de/risikohinweis Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Diese Inhalte stellen keine Finanzanalyse dar: Es handelt sich um eine Werbemitteilung, welche nicht allen gesetzlichen Vorschriften zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Handelsverbot vor der Veröffentlichung der Analysen unterliegen.

Aktie im Fokus: BMW – etwas Luft nach oben ist noch da

Die Aktie der DAX-Konzerns BMW notierte am 03. Juni 2019 auf einem Verlaufstief von 61,14 Euro. Bis zum 25. Juli 2019 kletterte das Wertpapier dann auf ein Zwischenhoch von 70,56 Euro. Derzeit lieg…

Ölpreis: Die Shorties bleiben am Ball!

Der Ölpreis verbilligte sich seit April dieses Jahres um fast 20 Prozent und ein Ende der Talfahrt ist noch nicht in Sicht. Der Grund dafür dürfte aus charttechnischer Sicht der intakte Abwärtstren…

Wirtschaftskalender: Entscheidung der USA über Huawei

Der Wirtschaftskalender vom Montag scheint hinsichtlich makroökonomischer Daten wie üblich recht leer zu sein. Eurostat wird um 1100 Uhr die VPI-Daten für die Eurozone veröffentlichen. Da es sich u…

DAX: Erholungen?

Der DAX ging am Montagmorgen der vergangenen Handelswoche bei 11.762 Punkten in den vorbörslichen Handel. Er startete 2 Punkte über der ersten vorbörslichen Notierung am Montag der Vorwoche und 27 …

NIBC Aktion: Verlosung unter Neu- und Bestandskunden

NIBC Direct versüßt die Sommerzeit mit hochwertigen Gewinnen: Unter allen Neu- und Bestandskunden des Jugend-Tagesgeldkontos (Jugend.Zins.Konto) werden 10 x 100 € zusätzliches Guthaben verlost. Dar…

BaFin veröffentlicht Rundschreiben zu den Mindestanforderungen an das Depotgeschäft

Die BaFin hat die finale Fassung der MaDepot veröffentlicht, des Rundschreibens zu den Mindestanforderungen an die ordnungsgemäße Erbringung des Depotgeschäfts und den Schutz von Kundenfinanzinstru…

Aktie im Fokus: United Internet – Analysten von Jefferies sehen mögliche Kursverdopplung

Die Aktie des TexDAX-Konzern United Internet notierte am 13. Dezember 2016 auf einem hier langfristig relevanten Verlaufstief von 34,40 Euro. Das Wertpapier stieg seitdem bis zum 09. Januar 2018 au…

Britsches Pfund probt den Breakout!

Das Währungspaar GBPUSD stabilisiert sich seit Ende Juli in einer Seitwärtszone, welche von den Tiefs aus dem Jahr 2016 gestützt wird. Ergibt sich hier ein langfristiger Turnaround? Oder zumindest …

Admiral Markets bietet 0.01 Micro Lots im Gold CFD!

Es gibt aufregende Neuigkeiten Seit dem 12. August 2019 hat Admiral Markets die minimale Kontraktgröße im Gold CFD von 0.1 auf 0.01 Lots reduziert – Gold als Microlots bei Admiral Markets!Mit einem…