Italienischer Kapitalmarkt sowie negative Vorgaben aus Übersee belasten den Handel

Bernstein BankNachdem der Deutsche Leitindex am gestrigen Handelstag Federn lassen musste und zum Handelsschluss mit einem Minus von 1,1 Prozent notierte sind die Vorgaben für den heutigen Handelstag ebenfalls alles andere als rosig. Die US Börsen nahmen den schlechte Handelsverlauf in Europa nahtlos auf und hatten zusätzlich mit einigen schlechter als erwartet ausgefallenen Bilanzzahlen zu kämpfen. In Folge dessen verzeichnete der Dow-Jones Index ein Minus von 1,3 Prozent.

Der breiter gefasste S&P 500 Index büßte rund 1,4 Prozent ein. Ähnliche Szenen spielten sich in Folge an den asiatischen Börsenplätzen ab wo der japanische Nikkei Index im Handelsverlauf 1,1 Prozent abgeben musste.

Im Fokus der Anleger und Analysten befinden sich, wie schon die gesamte Handelswoche, die Renditen italienischer Staatsanleihen, die einen Aufschluss über die aktuelle Situation Italiens geben könnten. Renditen für 10-jährige Staatsanleihen stiegen auf einen Wert von rund 3,74 was dem höchsten Stand der vergangenen vier Jahre entspricht.

 

 

Dies könnte bei dem einen oder anderen Anleger böse Erinnerungen an die Europäische Finanzkrise hervorrufen. Hintergrund für den Anstieg der Anleiherenditen könnte die brisante Mischung der Regierung in Rom sein, bei der aktuell das Rechtspopulistische Lager Steuersenkungen vornehmen möchte und das Linkspopulistische Lager die Staatsausgaben erhöhen möchte.

Als Reaktion verbilligte sich die Europäische Gemeinschaftswährung und notiert zur Stunde mit 1,1443 USD 0,1 Prozent leichter.

Auf der charttechnischen Seite ist im Dax im gestrigen Handelsverlauf der Kampf um die wichtige Marke von 11.800 Punkten erstmal von den Bären für sich entschieden worden. Für rund 18 Monate diente diese Marke als charttechnisch wichtige Unterstützung. Die nächste relevante Unterstützungslinie könnte das bisherige Jahrestief bei einem Niveau von 11.458 Punkten sein.

 

 

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