Chinesisches BIP, Handelsgespräche & Brexit-Plan B halten die Händler im Ungewissen

London Capital GroupDie asiatischen Märkte starteten beschwingt in den Handel, nachdem es Hoffnungen über chinesische Konjunkturprogramme gibt, die das nachlassende BIP-Wachstum stimulieren sollen. Die Anleger zeigten sich auch zuversichtlich, dass sich die Handelsspannungen verringern werden, da sie die Gespräche im Verlaufe dieses Monats optimistisch beurteilen.

Die asiatischen Märkte stiegen nach Berichten, wonach China einen Plan zur Abschaffung seiner Handelsbilanz mit den USA vorgelegt hatte. Unterdessen sind die US-Futures Anfang der Woche von den jüngsten Höchstständen heruntergekommen, nachdem in getrennten Meldungen berichtet wurde, dass die Gespräche mit China über geistiges Eigentum ins Stocken geraten sind.

Verwirrende Schlagzeilen sind zum Synonym für die Handelsgespräche zwischen den USA und China geworden. Dies verdeutlicht den komplexen Charakter der Beziehung zwischen den beiden Mächten. Während Asien die Entwicklung optimistisch betrachtet, beurteilen die US-Märkte die Entwicklung wie ein halbvolles Glas.

Der fließende Charakter dieser Handelsgespräche führt dazu, dass der Ton extrem schnell von einem Ende der Skala zum anderen wechseln kann, was zu Volatilität an den Märkten führt. Während der Dow am Freitag aufgrund des Handelsoptimismus 2% höher schloss, deuten die Futures zur Eröffnungsglocke auf einen Rückgang um 0,2% hin. Der sichere japanische Yen notiert hingegen fester.

 

 

Chinesisches BIP verlangsamt
Die chinesischen BIP-Daten wurden im vierten Quartal mit 6,4% im Rahmen der Erwartungen veröffentlicht. Dies ist die niedrigste Wachstumsrate seit der Finanzkrise. Das Gesamtjahreswachstum lag mit 6,6% über den Erwartungen und war damit das schwächste seit 1990.

Schwache Investitionen und ein schwindendes Verbrauchervertrauen schaden der chinesischen Wirtschaft. Die positive Reaktion des Marktes auf die Daten gründet sich auf wachsende Hoffnungen um weitere Impulse aus Peking. Die Wirtschaft verlangsamt sich, das wissen die Märkte. Sie erwarten jedoch, dass Peking mit einer deutlich unterstützenden Politik handelt.

Sollten sich die Daten in Zukunft weiter verschlechtern, könnten wir einen erhöhten Druck auf die risikoreichen Anlagen sehen, nicht nur in Asien, sondern weltweit; da die Befürchtungen um den globalen Markt wachsen.

 

 

Pfund-Händler warten auf Brexit-Plan B
Das Pfund Sterling war gegenüber dem Dollar stabil, rutschte aber von dem in der Vorwoche erreichten Zweimonatshoch gegenüber dem Euro ab, da die Händler auf Theresa Mays Brexit Plan B warten. Die Abwärtsbewegung im Pfund zu Beginn der Woche spiegelt die niedrigen Markterwartungen für den neuen Brexit-Plan wider.

Da die parteiübergreifenden Gespräche kaum eine praktikable Brexit-Alternative bringen, wird Theresa May voraussichtlich mit den gleichen Rezepten weitermachen wie bisher. Sie wird weiterhin versuchen, Änderungen am irischen Backstop-Teil des Deals durchzusetzen, den sie mit Brüssel ausgehandelt hat.

Es gibt eine wachsende Besorgnis unter den Pfundhändlern, dass es gar keinen Plan B gibt. Nur weiterhin die alten Rezepte, die May neu aufkocht, während die Uhr abläuft. Nachdem das Pfund in der vergangenen Woche zum ersten Mal seit November wieder über die Marke von 1,14 EUR gestiegen ist, fällt es wieder zurück und visiert die 1,13 EUR an.

 

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