MENUMENU

Die Volatilität an den Märkten wird bleiben

GAM Global Asset Management: In den vergangenen sechs Wochen ist die Volatilität an den Aktienmärkten deutlich gestiegen. Der Ausverkauf, der Anfang Oktober begann und bis in den November andauerte, wurde von der Sorge getragen, dass sowohl das Wirtschaftswachstum als auch die Unternehmenserträge ihren Höhepunkt erreicht haben.

Hinzu kam die Befürchtung, dass Handelskriege oder die straffere Geldpolitik der US-Notenbank (Fed) zu einer weiteren Verschlechterung der Wachstums- und Ertragsaussichten führen könnten.

Dabei hat sich die Volatilität bisher primär auf den Aktienmarkt beschränkt, obwohl sich die Anleihenmärkte angesichts langfristiger US-Zinsen jüngst erholt haben, die gegenüber ihren bisherigen Höchstständen um etwa 20 Basispunkte gefallen sind. Auch das deutet darauf hin, dass die Märkte für 2019 mit einem schwächeren Wachstum rechnen.

 

 

Die Devisenmärkte hingegen haben sich weniger volatil entwickelt; unter anderem weil erwartet wird, dass die Fed die Zinsen weiter erhöhen wird, während andere Zentralbanken wenig oder gar nichts unternehmen. Infolgedessen entwickelt sich der US-Dollar weiterhin stark, allerdings innerhalb einer engen Bandbreite.

Mit Blick nach vorne sollten wir mit einer anhaltenden Marktvolatilität rechnen. Die Fed wird die Zinsen weiter anheben, auch wenn ihre Normalisierung der Geldpolitik sich dem Ende zuneigt. Die Europäische Zentralbank wird ihr Ankaufprogramm beenden und sich im nächsten Jahr auf die Beseitigung der negativen Zinssätze konzentrieren.

In Japan steigt die Kerninflation weiter an. Entgegen den Erwartungen könnte auch die Bank of Japan nächstes Jahr ihre Geldpolitik anpassen. Vor dem Hintergrund eines schwächeren Wirtschaftswachstums dürfte eine sich ändernde und weniger vorhersehbare Geldpolitik die Märkte regelmäßig verunsichern.

 

 

Eine zentrale Sorge ist, dass kein anderer großer Markt in der Lage ist, die USA als Motor des globalen Wirtschaftswachstums zu ersetzen. In China wurde zwar die Kreditpolitik gelockert, aber eine schnelle Erholung ist unwahrscheinlich.

In Europa wurde das Wachstum zuletzt durch Sonderfaktoren gebremst, beispielsweise die Schwäche der Automobilindustrie, und selbst eine Belebung gegen Ende dieses Jahres bedeutet nicht unbedingt eine deutliche Beschleunigung für 2019.

Aus Japan wurden in letzter Zeit wieder bessere Daten vermeldet, unter anderem ein Anstieg der Industrieproduktion, aber aufgrund der Vollbeschäftigung im Land kann die Wirtschaft nicht über einen längeren Zeitraum ein Wachstum über dem Trend generieren.

Zusammengefasst kann man sagen, dass sich die Märkte nun in der Post-Peak-Phase befinden. Das muss keine Rezession bedeuten, deutet aber auf ein schwächeres Wirtschaftswachstum und damit auf eine Verlangsamung des Ertragswachstums hin.

 

 

Kurzfristig hoffen lässt die Aussage der Fed, dass ihre Leitzinsen jetzt knapp unter “neutral” liegen. Selbst wenn die Fed ihre Geldpolitik bis Anfang 2019 weiter strafft, könnten die Anleger das Ende der Straffung bald ignorieren, was in der Regel ein positives Signal für riskantere Anlageklassen ist.

Für eine substantiellere Erholung der Märkte wird entscheidend sein, ob die USA und China ihren Handelskonflikt lösen können. Eine dauerhafte Lösung scheint unwahrscheinlich, aber eine gewisse Risikominderung würde den Märkten helfen, sich von den Tiefstständen der letzten Wochen zu erholen.

Aktie im Fokus: Lufthansa – Analysten sehen 20% Luft nach oben

Die Aktie des DAX-Konzerns Deutsche Lufthansa notierte am 04. Januar 2018 mit 31,26 Euro auf einem Hoch. Danach sank das Wertpapier bis auf das Verlaufstief des 30. Oktober 2018 auf 17,04 Euro hina…

Marktkommentar: Wie lange hält die Stimmung am US-Aktienmarkt noch an?

Ähnlich wie zu Beginn der Handelswoche waren auch am Dienstag an der Wall Street keine größeren Bewegungen zu beobachten. Alle drei großen US-Aktienindizes verbuchten leichte Zuwächse, wobei diese …

Aktie im Fokus: Allianz – Experten sehen 10-15% Kurspotential

Die Aktie des DAX-Konzerns Allianz notierte am 24. Januar 2018 auf einem Hoch von 206,85 Euro. Das Wertpapier fiel seitdem bis auf ein Verlaufstief vom 27. Juni 2018 von 170,12 Euro. Derzeit liegt …

Gute Zahlen vom Arbeitsmarkt helfen dem GBP/USD auf die Sprünge

Gute Zahlen vom britischen Arbeitsmarkt gaben dem britischen Pfund am Dienstag einen Schub und beförderten die Währung im Verhältnis zum US-Dollar über den Schlüsselwiderstand aus dem 38,2% Fibonac…

Gold: Die Bullen zeigen ihre Krallen!

Der Goldpreis notiert weiterhin auf einem sehr hohen Niveau und hält sich wacker über der 1.300-Dollar-Marke. Im Oktober lag der Kurs noch deutlich unterhalb von 1.200 USD.Die Wahrscheinlichkeit fü…

DAX macht den Weg frei – Das Prinzip Hoffnung treibt die Kurse

An der Börse steht und fällt jetzt alles mit den laufenden Handelsgesprächen in Washington. Nachdem die US-Notenbank dem Markt geholfen hat, sich von den Tiefs im Dezember zu lösen, wäre eine Lösun…

DE30: Wirecard steigt weiter, rosiger Ausblick für HeidelbergCement

Der Handelsbeginn am Dienstag war recht mild, da die wichtigsten europäischen Aktienmärkte darum kämpften, größere Gewinne zu erzielen. Der DE30 entwickelte sich nach den ersten 30 Minuten am beste…

DAX bleibt auf dem Sprung –  “Hopp oder Top” in Washington

In Washington gehen die Verhandlungen zwischen den USA und China um ein neues Handelsabkommen jetzt in die alles entscheidende Phase. In den kommenden Tagen werden die Teilnehmer an den Gesprächen …

Goldpreis erreicht 10-Monatshoch bei 1.330 USD

Die Goldpreise steigen diese Woche weiter an und liegen trotz des allgemein starken Dollars 170 USD über dem Tiefststand von 2018. Die 1.330 USD-Marke wurde seit April nicht mehr gesehen und Gold p…