Die neue Strategie der Deutschen Bank ist nicht ohne Risiko

Assenagon Asset Management: Die angekündigten Maßnahmen  folgen klar dem Ziel, sich auf erfolgreiche Kerngeschäftsfelder zu  fokussieren, dort weitere Marktanteile hinzuzugewinnen und damit sowohl  Profitabilität als auch Kapitaleffizienz zu stärken. Diese  Vorgehensweise ist uneingeschränkt positiv zu werten.

Der Ausstieg aus dem Aktiengeschäft, das im Wettbewerb kaum noch  bestehen konnte, ist konsequent. Ebenso die Rückbesinnung auf das  Anleihe- und Finanzierungsgeschäft, in dem die Deutsche Bank ihre  Wurzeln hat und als kompetent und konkurrenzfähig gilt.

Die Bündelung der Firmenkundenaktivitäten um die erfolgreiche  Transaktionsbank herum zur neu zu gründenden Unternehmensbank ist  ebenfalls ein logischer Schritt, um das Potenzial der Firmenkunden  besser zu nutzen.

Die Digitalisierung erhält neue Impulse, hier besteht dringender  Aufholbedarf gegenüber dem Wettbewerb, ebenso sind Fortschritte hier  notwendig, um die Kosten zu drücken.

 

 

Gleichzeitig ist die neue Strategie nicht ohne Risiko.

Insbesondere das Geschäft mit Anleihen ist stark rückläufig, dieses  Segment des Kapitalmarkts kann als dysfunktional bezeichnet werden –  Umsätze und Margen sinken und sind zum Teil nur durch erhöhte  Risikonahme zu verteidigen.

Der Abbau niedrigrentierlicher Aktiva wird mittelfristig zu einer  Steigerung der Eigenkapitalrendite beitragen, belastet aber kurzfristig  die bestehenden Reserven in einem gerade noch akzeptablen Maße. Geht der  Plan nicht auf, wird es schwierig, die Kapitalquote organisch zu  stärken.

Die mit EUR 7,4 Mrd bezifferten Kosten der Restrukturierung  sind horrend, die für 2022 in Aussicht gestellte Eigenkapitalrendite und  die Ausschüttungen an Aktionäre, die bis 2021 keine Dividende erhalten  sollen, sind ausgesprochen unsicher.

 

 

Und selbst die für 2022 nach erfolgreicher Umsetzung der  Restrukturierung angepeilte Eigenkapitalrendite von 8% liegt immer noch  unter den durchschnittlichen Eigenkapitalkosten – obwohl die erwarteten  Ertragszuwächse der einzelnen Sparten durchaus ambitioniert sind.

Alles in allem ein konsequenter, mutiger und überfälliger Schritt für  die Deutsche Bank, der – wenn erfolgreich – dem Institut zu einer  zukunftsfähigeren Existenz mit Daseinsberechtigung verhelfen wird.

Damit es aber dazu kommt, benötigt der Vorstandsvorsitzende Sewing  Umsetzungsdisziplin der Führungsmannschaft, Unterstützung der  Mitarbeiter trotz Kahlschlag, Rückenwind von Finanzmärkten und Kunden  und mehr als ein Quäntchen Glück. Nichts davon ist sicher, aber ein  Anfang ist gemacht.

Kommentar von Michael Hünseler, Leiter Credit Portfolio Management bei Assenagon Asset Management

 

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