Wo der Urlaub 2019 besonders günstig ist

Postbank: Jeder dritte Deutsche wählt sein Reiseziel nach dem Preisniveau im Urlaubsland aus – das hat eine Postbank Umfrage ergeben. Welche Länder sind dieses Jahr eine gute Wahl für Preisbewusste? Und wann könnte eine Reise nach Großbritannien für Deutsche erschwinglicher werden?

Flug, Hotel, Mietwagen, Eis am Strand und lauschige Abendessen am Hafen: Urlaub geht ins Geld. Um möglichst viel aus ihrem Budget herauszuholen, buchen 34 Prozent der Bundesbürger bevorzugt Reiseziele, in denen sie für ihr Geld besonders viel bekommen. Dies ergibt eine aktuelle Kantar-Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank.

Hohe Preise im Urlaubsland schrecken hingegen jeden vierten Urlauber (25 Prozent) ab. Da in jungen Jahren der finanzielle Rahmen für Reisen meist eng gesteckt ist, schauen vor allem die 16- bis 29-Jährigen überdurchschnittlich häufig auf den Preis: Knapp jeder Zweite dieser Altersgruppe (46 Prozent) entscheidet sich für eine Destination, weil dort der Euro mehr wert ist – im Vergleich zu jedem vierten 50- bis 59-Jährigen (24 Prozent).

 

 

Preiswerte Reiseziele
„Will man wissen, wo die Deutschen besonders günstig Urlaub machen können, muss man das jeweilige Preisniveau sowie – in Ländern mit Fremdwährung – den Wechselkurs berücksichtigen“, erklärt Dr. Marco Bargel, Chefvolkswirt der Postbank.

Aktuelle Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigen, dass Urlauber vor allem in der Türkei ihren Geldbeutel schonen: Ein „deutscher“ Euro ist in der Türkei 2,27 Euro wert. Reisende können für einen Euro also – so die Theorie – mehr als doppelt so viele Waren und Dienstleistungen kaufen wie in Deutschland.

Auch Polen (1,85 Euro), Ungarn (1,67 Euro), Mexiko (1,61 Euro), Litauen (1,59 Euro), Slowenien (1,45 Euro) und Tschechien (1,45 Euro) sind für Deutsche relativ günstige Reiseziele. Für einen Euro erhalten Bundesbürger in Griechenland immerhin noch einen Gegenwert von 1,25 Euro, in Portugal 1,23 Euro und in Spanien 1,14 Euro. Zu Italien (1,03 Euro), Frankreich (95 Cent) und Österreich (95 Cent) gibt es kaum einen merklichen Preisunterschied.

 

 

Teures Pflaster
Ein sehr teures Urlaubsland ist hingegen die Schweiz – ein Euro des deutschen Urlaubers ist hier lediglich 67 Cent wert. Auch skandinavische Länder sind verhältnismäßig hochpreisig: Island (69 Cent), Norwegen (71 Cent), Dänemark (76 Cent), Finnland (85 Cent), Schweden (89 Cent). Trotz des aktuell schwachen Pfunds liegt das Preisniveau von Großbritannien (88 Cent) immer noch leicht über dem von Deutschland.

„Eigentlich hätte sich eine Reise nach Großbritannien für deutsche Urlauber deutlich verbilligen müssen. Da aber die Preise in Großbritannien infolge der Brexit-Entscheidung und der darauffolgenden Abwertung des Pfunds stark gestiegen sind, hat der Euro gemessen am britischen Preisniveau nur leicht an Kaufkraft gewonnen“, meint Dr. Marco Bargel.

„Ein geordneter EU-Austritt dürfte kaum Auswirkungen auf die Kaufkraft des Euros in Großbritannien haben. Nur im Falle eines ungeordneten, harten Brexits ist mit einer deutlichen Abwertung des britischen Pfunds zu rechnen. Ein Urlaub in Großbritannien dürfte für deutsche Haushalte zumindest für eine gewisse Zeit dann etwas billiger werden.“

Tipp: Mit unserem Währungsrechner können Sie für viele Länder den aktuellen Umrechnungskurs ermitteln.

 

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